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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Friedrich August III. in Leipzig

Friedrich August III. in Leipzig

 

Einweihung der Dresdner Bank zu Leipzig. Damen und Herren in Erwartung des Königs.

(Damen und Herren wartend.) Zehn Minuten, zwölf Minuten, fünfzehn Minuten,

achtzehn Minuten. . .

August naht, August tritt ein, August murmelt mißmutig:

»Wo kammr denn hier mal -- -- Und tritt aus.

Eine Minute, zwei Minuten, drei Minuten, sechs Minuten, acht Minuten.

August naht abermals und tritt definitiv ein.

Gewandhaus zu Leipzig und Universitätsbibliothek um 1910.
Gewandhaus zu Leipzig und Universitätsbibliothek um 1910.

 

Des Königs Begeisterung für Richard Wagner war ehrlich und war begründet.

,,Waachnr,« so ließ er sich einmal vernehmen, » Was thun wenn von dähm was gechbield werd,

das guggjmr immr wiedr gerne an. Da gann ich mich gahr nich sadd dran sehn. Weil se da

alle so schwidzn missn. Von dr gleensdn Biggolo Fleede bis zur greesdn Baß-Bossaune. Das iss

ganz famos iss das, wie se da alle middnandr rurnwerrjn missn. Das gönn ich der fauln Blase!«

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Frau Wittig hatte das Konzert durch ihren Gesang verschönt.

August unterhält sich mit der Dame.

»Wie issn hier de Aggussdigg?«

Frau Wittig beteuert, daß die Akustik ausgezeichnet ist.

»Warum hamm Se dnn da so gebrilld?«

Quelle der Anekdoten:

Reimann, Hans: Dr Geenij in Memoriam Friedrich August von Sachsen. Hannover 1923

Die Bilder sind gemeinfrei.

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