Leipzig-Lese

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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Anekdoten zu Max Reger

Anekdoten zu Max Reger

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

In der Erinnerung an den genialen Komponisten Max Reger, der vor 100 Jahren (am 11.05.) im Alter von 43 Jahren in Leipzig verstarb, dürfen Anekdoten nicht fehlen, die man sich von ihm erzählt. Sein teils feinsinniger teils grober Witz bleibt besonders in Leipzig legendär. Max Reger fehlt seit jeher in keiner Anekdoten-Sammlung, die etwas auf sich hält. Seine Persönlichkeit war schillernd. Von seinem Genie überzeugt war er überaus empfindlich, wenn er kritisiert wurde. Maßlosigkeit bestimmte sein Tun. So stürzte er sich in seine Arbeit, heute würde man sagen, er war ein „Workaholic“. Mit gleicher Zügellosigkeit war er Speis und Trank zugetan. Seine Studienjahre nannte er selbst die „Sturm- und Trankjahre“.
Max Reger bei der Arbeit. Gemälde von Franz Nölken, 1913
Max Reger bei der Arbeit. Gemälde von Franz Nölken, 1913


Berühmt ist seine Bestellung in einem Restaurant nach einem Konzert: „Kellner, bringen Sie mir, bitte, zwei Stunden lang Beefsteak!“

Und das soll sich nach einer Uraufführung in Leipzig zugetragen haben: Reger betrat als erster den Raum, in dem ein fabelhaftes Buffet für die Premierengäste vorbereitet war. Er bat den Kellner, den er gut kannte, die Türen zu verriegeln, nahm sich ein Messer und einen Löffel, schnitt zügig und gekonnt die Köpfe des Spargels ab, der exakt gelegt war, und aß genussvoll die abgesäbelten Spitzen. Dann durfte der Kellner die Gäste hereinlassen.

Nachdem Max Reger bei einem Kammermusikabend den Klavierpart von Schuberts "Forellenquintett" gespielt hatte, schickte ihm eine Verehrerin, die seine Vorlieben kannte, ein paar köstliche Forellen. Der Komponist bedankte sich artig für das Geschenk und fügte zum Schluss an, nächstes Mal werde er Haydn spielen - das "Ochsenmenuett".

Die berühmteste Reger-Anekdote von allen: Ein Kritiker aus München verriss eines von Regers Werken in Grund und Boden. Daraufhin schrieb ihm der Komponist einen kurzen Brief: „Sehr geehrter Herr! Ich sitze hier im kleinsten Raum meines Hauses und lese Ihre Kritik. Noch habe ich sie vor mir...Bald werde ich sie hinter mir haben. Hochachtungsvoll: Max Reger.“

An seinen Freund Karl Straube, Organist und Thomaskantor zu Leipzig, schrieb er am 28. August 1907: "Der Satan hole die Musikschriftstellerei!"

Reger als Dirigent (von Thielmann 1913)
Reger als Dirigent (von Thielmann 1913)

Nach einem Konzert der Meininger Hofkapelle, das Reger dirigierte, erkundigte sich eine junge Prinzessin aus dem Hochadel nach einer Solostelle der Fagotte, von der sie offenbar beeindruckt war. „Herr Hofrat, bringen die Leute diese Töne mit dem Mund hervor?“ Darauf Reger: „Das will ich doch stark hoffen, Königliche Hoheit.“

Einst gab er ein Konzert, bei dem eine Prinzessin anwesend war. Nach dem Konzert sagte sie begeistert zu dem Dirigenten: «Es war ein wunderschöner Abend! Nur eines hat mir leid getan, dass man Sie den ganzen Abend bloß von hinten gesehen hat!» «Hoheit», sagte Reger darauf bescheiden, «bei mir macht das nichts aus, ob man mich von vorn oder hinten sieht - Reger bleibt immer regeR.»

Als Max Reger in Basel im Musikverein gespielt hatte und man ihm ein vergleichsweise geringes Honorar überreichte, unterschrieb er die Quittung statt mit Max Reger mit Rex Mager.


Zum Schluss das Beste, was je über Johann Sebastian Bach gesagt worden ist; ein Autograph von Max Reger, datiert am 7. Mai 1912:

"b-a-c-h ist Anfang und Ende aller Musik"

Bildnachweis: Alle Bilder sind Wikimedia entnommen, sie sind gemeinfrei.

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