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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Im wunderscheenen Monat Mai

Im wunderscheenen Monat Mai

Max Vormeyer

Passanten am Markt im Regen, im Hintergrund das Alte Rathaus Leipzig
Passanten am Markt im Regen, im Hintergrund das Alte Rathaus Leipzig

„Im wunderscheenen Monat Mai“

Dhat einst ä Dichter schreibn,

Der wollt sich wahrscheinlich bloß

De Zei damit vertreibn.


Denn wenn der jetzt den Monat mal

Gennt sälwer mit dorchläb'n,

Da wärd' er sich wohl voller Qual

Deswegn 's Läb'n nähm.


Das is ä Regeneinerlei,

Ich schibb' in Ofen Gohlen

Un dichte: Diesen Monat Mai

Den soll der Deifel holen!

Quelle

Vormeyer, Max: Säk'sche Boesien! Allen gemiedlichen Sachsen gewidmet!
Leipzig 1919

Bildnachweis

Kopfbild: Zwei Männer im Regen aus Wikimedia, gemeinfrei

Deutsche Fotothek: Passanten am Markt im Regen, im Hintergrund das Alte Rathaus LeipzigFotografen: Renate und Roger Rössing, Leipzig


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