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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019


Mei Leibzch

Mei Leibzch

Lene Voigt

Linden wie ne griene Wand. Foto: Randi Hausken from Bærum, Norway .
Linden wie ne griene Wand. Foto: Randi Hausken from Bærum, Norway .

Schon unsre Dichterfärschten briesen

 de scheene Schtadt am Bleißeschtrand,

wo um de Bromenade schbrießen

de Linden wie ne griene Wand.

 

An Sommerahmden, wenn de Bliete

so milde duften und so sieß,

will geener gern sei Schtiebchen hieten,

mit Macht lockt 's Lindenbaradies.

 

Da ziehn mir Leibzcher dann so gern

rings um de Bromenade rum.

Durch Blädderdächer illern Schterne

un grießen freindlich 's Bubligum.

 

De Ginstler unter uns behorche

de Seiseldeene ausn Boom.

In mancher Linde liecht verborchen

ä neies Dema. (Wollnse's gloom.)

 

Ich gannte mal ä Gombonisten,

där dankte eener ä Motiv.

Wenn das de andern Linden wißten‚

se guckten wohl a häbbchen schief.

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