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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Erschöpfende Auskunft

Erschöpfende Auskunft

Lene Voigt

Amsel, männlich. Foto: Romate, Wikipedia Commons 15.11.2012
Amsel, männlich. Foto: Romate, Wikipedia Commons 15.11.2012
Am Ostermorgen schlendere ich, genusssüchtig wie ich nun einmal bin, durch die Anlagen. Da kommen mir zwei leise im Wind schwankende Gestalten entgegen, denen man auf zwölf Meter ohne Fernrohr ansehen kann, wie sehr sie sich in der letzten Nacht auf das Osterfest gefreut haben.
Der eine bemüht sich, sein etwas gestörtes Gleichgewicht an einer Bank wieder in Ordnung zu bringen, hebt bedächtig den Arm und zeigt beharrlich ins Grüne.
Der andere folgt nachdenklich der Richtung des Zeigefingers: „Was issen?"
„Saachemal, was issn das da fier ä märggwirdschr Voochl?"
„Wo denn?"
„Nu da!"
„Wo dennur?" Ich gann gee Voochl sähn!"
„Nu da driehm, glei nähmdn Baum!"
„Ich säh nischt. Wie siehtrn aus?"
„Schwarz."
„Emmende midde gelm Schnawl?"
„Ja."
„Siehtern aus wie 'ne Amsl?"
„Ja."
„Ja - (Pause) - ja -(Pause) - dann isses ooch eene!"

Quelle

Säk‘sches Gemiese. Eiene Sammlung der lustigen Dichtungen in sächsischer Mundart.

Verlag A. Bergmann – Leipzig o. J. (vor 1936)

Autor: Otto Grune

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