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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Der

Der "gewäsene Geenich" von Sachsen

Diese Anekdote schrieb und veröffentlichte Lene Voigt 1930 in ihrem Büchlein "Säk`sches Gemiese", erschienen im Verlag A. Bergmann, Leipzig, o. J.
Friedrich August III., der hier gemeint ist, lebte von 1865 bis 1932. Er musste am 13. November 1918 aus politischen Gründen abdanken und zog sich auf seine schlesischen Besitzungen Schloss Sibyllenort zurück, wo er auch starb. Beigesetzt ist er in Dresden, in der Katholischen Hofkirche.

Gefunden hat diese Anekdote Ursula Brekle in der Erstausgabe.

Unter diesem Titel schreibt der Korrespondent eines St. Galler Blattes: "Kürzlich geschah es, dass im Wartesaal des Leipziger Hauptbahnhofes an einem Tische der frühere sächsische König Friedrich August, auf den Anschlußzug nach Dresden wartend, bei einer Flasche Rotspon saß und am Nebentisch zwei biedere sächsische Spießer sich nicht klar waren, wer der dem Wein zusprechende auffallende Gast war. Der eine vermutete ganz richtig seinen früheren Landesherrn und meinte:"Das isser."
"Ä, das isser nich."
"Nadierlich, is das dr Geenich."
Als ein dritter Herr am Nebentisch Platz nahm und sagte:"Freilich, is das dr Geenich", horchte Friedrich August auf und unterbrach die hochnotpeinliche Erörterung mit dem fröhlichen Ausruf:

                                   "G e w ä s e n!"