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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Der

Der "gewäsene Geenich" von Sachsen

Diese Anekdote schrieb und veröffentlichte Lene Voigt 1930 in ihrem Büchlein "Säk`sches Gemiese", erschienen im Verlag A. Bergmann, Leipzig, o. J.
Friedrich August III., der hier gemeint ist, lebte von 1865 bis 1932. Er musste am 13. November 1918 aus politischen Gründen abdanken und zog sich auf seine schlesischen Besitzungen Schloss Sibyllenort zurück, wo er auch starb. Beigesetzt ist er in Dresden, in der Katholischen Hofkirche.

Gefunden hat diese Anekdote Ursula Brekle in der Erstausgabe.

Unter diesem Titel schreibt der Korrespondent eines St. Galler Blattes: "Kürzlich geschah es, dass im Wartesaal des Leipziger Hauptbahnhofes an einem Tische der frühere sächsische König Friedrich August, auf den Anschlußzug nach Dresden wartend, bei einer Flasche Rotspon saß und am Nebentisch zwei biedere sächsische Spießer sich nicht klar waren, wer der dem Wein zusprechende auffallende Gast war. Der eine vermutete ganz richtig seinen früheren Landesherrn und meinte:"Das isser."
"Ä, das isser nich."
"Nadierlich, is das dr Geenich."
Als ein dritter Herr am Nebentisch Platz nahm und sagte:"Freilich, is das dr Geenich", horchte Friedrich August auf und unterbrach die hochnotpeinliche Erörterung mit dem fröhlichen Ausruf:

                                   "G e w ä s e n!"

 

 

 

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