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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Bach und der Schmeichler

Bach und der Schmeichler

Ansicht der Orgel in der ThomasKirche. Foto: W. Brekle
Ansicht der Orgel in der ThomasKirche. Foto: W. Brekle

Johann Sebastian Bach war von 1723 (Amtseinführung am 30.05.1723) bis zu seinem Tode 28.07.1750 Thomaskantor zu Leipzig. Er konnte es auf den Tod nicht leiden, wenn Leute ihm schmeicheln oder gar sich anbiedern wollten. Ein Ratsherr der Stadt Leipzig war voller Bewunderung und sagte: „Lieber Herr Bach, im gesamten Land gibt es keinen zweiten Menschen, der die Orgel beherrscht wie Sie. Sie verfügen über ein wunderbares Geheimnis des Spieles", darauf entgegnete der Thomaskantor trocken: „Da gibt es kein Geheimnis. Man muss zur rechten Zeit die rechten Tasten mit der rechten Stärke drücken, dann ertönt aus der Orgel ganz von selbst die allerschönste Musik."

Diese Sentenz möchte man allen Interpreten seiner Musik ins Stammbuch schreiben.