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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Russische Gedächtniskirche

Russische Gedächtniskirche

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Russische Gedächtniskirche   Foto: W. Brekle
Russische Gedächtniskirche Foto: W. Brekle

 

Die Russische Gedächtniskirche, dem heiligen Alexij gewidmet, wurde zum 100jährigen Jubiläum der Völkerschlacht bei Leipzig erbaut.  Sie erinnert  an die 127 000 Russen, von denen 22 000 in der Schlacht gefallen sind, die unter der Führung von Zar Alexander I. vom 14. bis 19. Oktober 1813 gekämpft und sich durch Tapferkeit ausgezeichnet haben. Sie kämpften zusammen mit den Truppen der Verbündeten aus Österreich, Preußen und Schweden. Napoleon wurde vernichtend geschlagen.

Ihr 55 Meter hoher Turm mit der vergoldeten Zwiebelkuppel, nach altrussischem Vorbild im Nowgoroder Stil nach den Plänen von W.A.  Pokrowski erbaut, ist weithin über Leipzig zu sehen. Innen beeindruckt eine 18 Meter hohe Ikonenwand mit 70 Ikonen und ein schwerer Kronleuchter aus Jaspis. Es wird sowohl die Atmosphäre eines russischen Gotteshauses, das bis heute von der orthodoxen Gemeinde  genutzt wird, als auch eines historischen Denkmales gewahrt.

Über die Weihe der Gedächtniskirche 1913 schrieb der Militärminister des russischen Reiches, General Wladimir Suholinow, der die russische Delegation führte: „Die Anbahnung friedlicher und freundschaftlicher Beziehungen zwischen Russland und Deutschland, die sich vor meinen Augen vollzieht, ist die grundlegende Vorbedingung für die Wiederaufrichtung  des russischen Volkes mit seinen gewaltigen Urkräften. Deutsche und Russen ergänzen sich so, wie Völker sich nur selten ergänzen...Diese natürliche Ergänzung schuf den Boden für die vom Geschichtsverlauf beider Nationen  vorbestimmte Koalition..., die allein den Frieden und das europäische Gleichgewicht sichern kann."  Fast 100 Jahre danach kann diese Vision zum Guten der Völker in Europa Realität werden, nachdem die furchtbaren zwei Weltkriege im 20. Jahrhundert sie missachtet haben.
Die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig  blieb in diesen historischen Ereignissen unbeschadet.

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