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Roland Opitz
Kennst du Fjodor Dostojewski?

Das Leben Dostojewskis glich einer Achterbahnfahrt: stetig pendelnd zwischen Verehrung und Verachtung, zwischen Erfolg, Spielsucht und Geldnot. Mit 28 Jahren wurde er wegen revolutionärer Gedanken des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt, landet dann aber im sibirischen Arbeitslager.
Er gilt als Psychologe unter den Schriftstellern, derjenige der hinab schauen kann in die Abgründe der menschlichen Seele. Diese Biografie ist gespickt mit Auszügen aus seinen Meisterwerken sowie mit einigen seiner Briefe, die einen offenherzigen Menschen zeigen.

Große Leipziger Stadtgeschichte in Arbeit

Große Leipziger Stadtgeschichte in Arbeit

Prof. Dr. Ulrich Brieler

Am 17. Juni 2009 hat der Leipziger Stadtrat einen einstimmigen Beschluss gefasst: Aus Anlass des 1000. Jahrestages ihrer Ersterwähnung im Jahr 2015 wird die Stadt Leipzig die Publikation einer vierbändigen wissenschaftlichen Stadtgeschichte in Angriff nehmen.

Diese große Arbeit entsteht in enger Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Leipzig, als Sprecher der Herausgeber fungiert der Leipziger Zeithistoriker Professor Ulrich von Hehl. 2014 sollen die Bände 1 (Anfänge bis zur Reformation in Leipzig 1539) und 2 (Von der Reformation bis Völkerschlacht), 2015 die Bände 3 (19. Jahrhundert) und 4 (20. Jahrhundert) erscheinen.

Das Jubiläum der Stadt der Friedlichen Revolution verlangt keine Jubelschrift. Einer modernen Darstellung steht es gut an, einen kritischen Blick auf die eigene Vergangenheit zu werfen.

Unbequeme Erkenntnisse sind nicht unter den Teppich zu kehren, einseitigen Verklärungen ist kein Raum zu geben. Und: Es soll eine für den wachen Laien lesbare und visuell erfahrbare Stadtgeschichte werden.

In Leipzig hat vieles seinen Anfang genommen: die Aufklärung, die Revolution von 1848, die Frauen- und die Arbeiterbewegung, die Bürgerbewegung der späten DDR. Diese weit über unsere Stadt hinausreichenden Entwicklungen besitzen in Leipzig einen ihrer Geburtsorte. Wir haben also viel zu erzählen. Wir wünschen uns eine Stadtgeschichte für uns Zeitgenossen und für kommende Generationen. Die neue Stadtgeschichte soll einen Beitrag zur geistigen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit Leipzigs anstoßen, einen Beitrag, an dessen Ende eine größere Identifikation mit unserer Stadt steht.

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