Leipzig-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Leipzig-Lese
Unser Leseangebot

Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Das Neue Rathaus

Das Neue Rathaus

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Neues Rathaus   Foto: W. Brekle
Neues Rathaus Foto: W. Brekle

 

Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt Leipzig von 200 000 auf 500 000 Einwohner im Jahre 1905 an. Sie platze aus allen Nähten und brauchte dringend ein neues Rathaus. Das Leipziger Bürgertum beauftragte den Architekten Hugo Licht, ein Rathaus zu bauen, das nachhaltig Eindruck macht und den Rathäusern in Berlin und  Hamburg nicht nachstand. Auf den Grundmauern der geschleiften Pleißenburg errichtet, wirkt der monumentale Bau durch den eklektizistischen Baustil mit Elementen aus der Spätrenaissance, aus dem Barock und Jugendstil  märchenhaft. Und doch erinnert das Bauwerk an die mittelaltrige Zwingburg, wo im Juli 1519 die Leipziger Disputation zwischen Martin Luther und dem Herausforderer  Dr. Johannes Eck stattfand. Luther vertrat, zusammen mit Melanchthon, furchtlos seine reformatorische Meinung.

Goerdeler-Denkmal   Foto: W. Brekle
Goerdeler-Denkmal Foto: W. Brekle

Hat sich der Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler 1937 bei seinem Rücktritt als Protest auf das Schleifen des Mendelssohn-Denkmals durch Nationalsozialisten daran erinnert? Er ging seinen schweren Weg in den Widerstand gegen die Nationalsozialisten und wurde dafür 1945 hingerichtet.

Haben sich die demonstrierenden Leipziger Bürger im Herbst 1989 an diese heldenhaft mutigen Männer erinnert?

Goerdelers  Mahnmal  befindet sich  unter den Fenstern des Oberbürgermeisters an der Südwestseite des Rathauses,  auf dessen Brüstung  in halber Höhe fünf Figuren stehen, darunter sind sechs Flachreliefs zu sehen, die die wichtigsten Attribute der Stadt  wiedergeben: die Buchdruckerkunst, die Justiz, die Wissenschaft, die Musik und das Handwerk und den Handel.

Mit dem später angebauten Stadthaus stehen dem Rathaus 10 000 m²  Bürofläche und 600 Räume zur Verfügung und damit genügt es auch heutigen Raumanforderungen.

Im Oktober 1905, 100 Jahre nach Schillers Tod geweiht,  finden wir auf den Sockeln mit den Löwen im Eingangsbereich  Zitate aus dem „Tell". Kaum zu lesen auf der rechten Seite:

                     Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,
                            Und neues Leben blüht aus den Ruinen.

 

 

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Leipziger Losungen
von Friedemann Steiger
MEHR
Die Leipziger Disputation von 1519
von Prof.Dr.habil. Armin Kohnle
MEHR
Leipzig - die Gründungsstadt der SPD
von Dipl.-Päd. Ursula Brekle
MEHR
Anzeige:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen