Leipzig-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Leipzig-Lese
Unser Leseangebot

Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Die Wahrzeichen von Leipzig

Die Wahrzeichen von Leipzig

Hufeisen an der Nikolaikirche.
Hufeisen an der Nikolaikirche.

Die alten Wahrzeichen von Leipzig waren ehemals die zwei vor und über dem Gewölbe der Communitätsküche im Paulinum gemalten Bratwürste (oder Hechte), das große eingemauerte Hufeisen an der Nikolaikirche unten an der Erde in einem kleinen viereckig ausgemauerten vergittertem Löchlein, der Esel mit dem Sack an der Wasserkunst beim Ranstädter Tore, dann der Umstand, dass man von dem Paulinum oder dem Torwege des Gewandhausgässchens die Türme der Nikolai- und Thomaskirche zugleich erblickte, während man anderswo in der Stadt, man möchte sein wo man wollte, immer nur einen sehen konnte, so wie das den leichtsinnigen Banker, der Bankrott gemacht hat, oder dem dort nach dem Hochgericht hinaus geführten armen Sündern (hier hielt nämlich der Zug gewöhnlich an, um den aus dem Paulino tretenden Dominikaner, der den Delinquenten zu begleiten hatte, zu erwarten) zum Spott errichtete steinerne Bild am Grimmaischen Tore in der Pauliner Wand unter dem Leiterhäuslein ( wo später das dritte Haus von Felsche‘s Caféhaus steht), das sogenannte Poenitere oder Pöntermännel. Es war dieses ein steinernes Männchen, in einem Trauersack gehüllt und sich an dem Kopf kratzend, als bereue es etwas oder es sei ihm etwas missglückt.) Am 8. Juni 1637 ward jedoch das Leiterhäuschen abgebrochen und das Bild weg getragen, man weiß jetzt nicht mehr wohin.

Quelle: Grässe Sagenschatz des Königreichs Sachsen

Bildnachweis:

Kopfbild Dominikaner: Aus Wikimedia, gemeinfrei.

Hufeisen im Text: Ursula Drechsel.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Spuk auf der Funkenburg
von Dr. Jürgen Friedel
MEHR
Die Nixe von Lindenau
von Dr. Jürgen Friedel
MEHR
Anzeige:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen