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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Bach und der Schmeichler

Bach und der Schmeichler

Ansicht der Orgel in der ThomasKirche. Foto: W. Brekle
Ansicht der Orgel in der ThomasKirche. Foto: W. Brekle

Johann Sebastian Bach war von 1723 (Amtseinführung am 30.05.1723) bis zu seinem Tode 28.07.1750 Thomaskantor zu Leipzig. Er konnte es auf den Tod nicht leiden, wenn Leute ihm schmeicheln oder gar sich anbiedern wollten. Ein Ratsherr der Stadt Leipzig war voller Bewunderung und sagte: „Lieber Herr Bach, im gesamten Land gibt es keinen zweiten Menschen, der die Orgel beherrscht wie Sie. Sie verfügen über ein wunderbares Geheimnis des Spieles", darauf entgegnete der Thomaskantor trocken: „Da gibt es kein Geheimnis. Man muss zur rechten Zeit die rechten Tasten mit der rechten Stärke drücken, dann ertönt aus der Orgel ganz von selbst die allerschönste Musik."

Diese Sentenz möchte man allen Interpreten seiner Musik ins Stammbuch schreiben.

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