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Der Bettnässer

Russi thematisiert in seinem neuen, einfühlsamen Roman die gesellschaftlichen und psychischen Probleme eines Jungen, dessen Leben von Unsicherheit und Angst geprägt ist.

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Himmelskinder

Himmelskinder

Heinrich Vierordt

Welch Getümmel, welch Gezeter
Auf dem Himmelsrasengrund!
»Heil'ger Peter, heil'ger Peter!«
Schallt's aus Engelskindermund.

»Heil'ger Peter, schau dort unten
Blinkt die Ostersonne klar;
Eier sucht, die süßen, bunten,
Unsrer Erdgeschwister Schar.

Am Kristallmeer Harfe spielen
Müssen wir den ganzen Tag,
Sieh nur unsrer Händchen Schwielen
Von dem ew'gen Saitenschlag!

An dem glitzernden Gewässer
Gönn uns auch einmal Vakanz,
Dann gefällt's uns künftig besser
Noch bei dir im Wolkenkranz.

Locke her mit Zaubermunde
Uns den Has' im Frühlichtstreif,
Mit dem großen Schlüsselbunde
Klopf ihm klirrend auf den Schweif!

Hei, dann läßt er auf der Wiese
Willig fallen Ei um Ei,
Daß es in dem Paradiese
Lustig wie auf Erden sei.«

Das geflügelte Gelichter
Hüpft und scherzt nach Genienart;
Petrus zieht den Mantel dichter,
Brummt was schmunzelnd in den Bart.

Heimlich einen Korb voll Sterne
Schafft er her, ein Überfluß!
Füllt gar in Kometenkerne
Marzipan und Zuckerguß.

In die Sträucher, ins Gestäude
Steift er da und dort den Tand,
Jung wird ihm das Herz vor Freude,
Lachend klatscht er in die Hand.

Wie sie schwärmen, wie sie suchen!
Welch Gejubel, welch Geschrei!
Einen ganzen Sternenkuchen
Schleppt ein Puttchen purzelnd bei.

Rührend ist es anzuschauen,
Dieses sel'ge Kinderfest,
Bis entdeckt war auf den Auen
Jedes grasverborgne Nest...

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