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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Die Neue Messe

Die Neue Messe

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Messe um 1800 auf dem Marktplatz
Messe um 1800 auf dem Marktplatz

Die hervorragend gute Lage an der Kreuzung zweier großer Handelsstraßen  war die Voraussetzung, dass sich Leipzig zu einem bedeutenden Handelplatz in Europa entwickeln konnte. Hier kreuzten sich die Via Regia, die vom Rheinland nach Osteuropa führte, und die Via imperii, die von Italien zur Ostsee führte. Bereits 1165 verlieh Otto der Reiche von Meißen das Stadt- und Marktrecht und 1190 bestätigte er die Oster- und Michaelismärkte in Leipzig. Für die Entwicklung des Fernhandels war von größter Bedeutung die Verleihung des Geleitschutzprivilegs durch Dietrich von Landsberg im Jahre 1268. Damit hatten die Herrscher die Weichen für eine kontinuierliche Entwicklung über Jahrhunderte zum bedeutendsten Messeplatz in Europa geschaffen.

So fand 1895 die erste Warenmesse weltweit als Mustermesse statt. Hier präsentierte man die Muster der Waren, um auf dieser Grundlage Handelsverträge zu schließen. Das weltbekannte Logo der Mustermesse mit den zwei übereinander gestellten Buchstaben M stammt aus dem Jahre 1917.

Noch auf dem Gelände der Alten Messe fanden zur DDR-Zeit Frühjahrs- und Herbstmessen statt, die entscheidend vom Ost-West-Handel profitierten.

Neue Messe bei Nacht
Neue Messe bei Nacht
Ab 1990 musste die Messe sich völlig veränderten Bedingungen stellen und eine große Umstellung vollziehen. Inhaltlich konnten nur Fachmessen an die Tradition anknüpfen. Dafür waren die Messehäuser in der Stadt und  auf dem Gelände der Alten Messe nicht mehr  geeignet.

Deshalb wurden am nördlichen Stadtrand  die Gebäude und Anlagen für die Neue Messe gebaut. 1996 konnte die Neue Messe eröffnet werden. Die neue Glashalle ist europaweit eine einzigartige Baukonstruktion aus Stahl und Glas. Der neue Gebäudekomplex bildet das Bindeglied zwischen der sachlichen Architektur der neuen Ausstellungshallen und der alten Messestadt Leipzig, die viele ihrer historischen Messehäuser unter Denkmalschutz gestellt hat.

Eine der bekanntesten Fachmessen findet jeweils im März des Jahres als Buchmesse statt.

Die Bilder sind entweder gemeinfrei oder vom Urheber zur uneingeschränkten Nutzung freigegeben.

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