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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Forschen, Lehren, Heilen

Forschen, Lehren, Heilen

Die Leiter der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums über ihre Mission

Prof. Dr. Michael Stumvoll. Foto: Swen Reichhold.
Prof. Dr. Michael Stumvoll. Foto: Swen Reichhold.

Erst Forschung und Lehre machen eine Klinik zu einem Universitätsklinikum. In Deutschland ist die Medizin ein strenges Numerus-Clausus-Fach, bundesweit etwa fünffach überbucht, in Leipzig sogar zehnfach.

Für die gut 3.000 Studierenden, die sich in Leipzig zu Human- und Zahnmedizinern und
Wissenschaftlern ausbilden lassen, davon zwei Drittel Frauen und eine stetig steigende Zahl
ausländischer Gäste, spielt also auch das Glück eine große Rolle. Einerseits ist es ja schon ein Glück, in dieser charmanten, weltoffenen Stadt mit hoher Lebensqualität zu wohnen - die New York Times schrieb kürzlich sogar vom „New Berlin". Andererseits können die Medizinstudierenden sicher sein, an der Fakultät gut, nämlich praxisnah und patientenorientiert, auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet zu werden - und das von richtigen wissenschaftlichen Koryphäen auf ihren Gebieten. Das schlägt sich auch in den Abschlussprüfungen nieder: Im bundesweiten Vergleich belegen die Leipziger immer wieder vordere Plätze.

Im Forschungsbereich glänzt die Fakultät durch Drittmitteleinnahmen, die sich seit mehreren Jahren konstant über der Marke von 50 Millionen Euro bewegen. Dabei handelt es sich um kompetitiv eingeworbene Fördergelder für Forschungsprojekte. Deshalb sind die Drittmittel neben den Publikationsleistungen Ausdruck für die Forschungsstärke eines Standorts. Leipzig kann sich in der deutschen Forschungslandschaft durchaus sehen lassen, insbesondere in seinen Schwerpunkten Zivilisationserkrankungen, Stoffwechsel-, Herz- und Gefäßmedizin, Regeneration und Organersatz sowie Erkrankungen von Gehirn und Seele mit besonderem Gewicht auf Versorgungsforschung.

Eine Universitätsmedizin lebt vom Miteinander von Lehre, Forschung und der Hinwendung zum Menschen in der Patientenversorgung. Das kann und will eine Medizinische Fakultät zusammen mit seinem Universitätsklinikum leisten.

Prof. Dr. Michael Stumvoll
Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig

Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig. Foto: Universitätsklinikum Leipzig.
Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig. Foto: Universitätsklinikum Leipzig.

Als einer von zwei universitären Maximalversorgern in Sachsen ist das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ein wichtiger Leistungsträger in der Gesundheitsversorgung der Stadt und der Region. Dabei gehen wir, wie es Leipziger Brauch ist, an vielen Stellen als Schrittmacher und Pioniere voran: bei der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas, aber auch bei der Umsetzung neuer, innovativer Strukturen wie der Etablierung von Departments, in denen viele Fächer interdisziplinär zusammenarbeiten, oder neuer Leitungsstrukturen wie in der zusammengeführten Unfallchirurgie und Orthopädie.

Seit der Wende wurde der Medizincampus entlang der Liebigstraße fast vollständig erneuert - damit verfügen wir über eine der modernsten Infrastrukturen in Deutschland. Und wir wachsen weiter: Derzeit laufen die Vorarbeiten für die bauliche Erweiterung des Campus Ost. An der Stelle des Bettenhauses aus den 1980er Jahren werden neue Klinikgebäude entstehen - mit Platz für eine moderne Krebsmedizin, aber auch für Kinderklinik und Geburtshilfe, denn diese Bereiche boomen in der kinderreichen Stadt Leipzig und damit am UKL. Wenn dieser Bau 2018 fertig sein wird, ist aber wieder nur ein Zwischenschritt erreicht.

Denn so, wie die Medizin sich stetig weiterentwickelt, entwickeln wir uns auch - kreativ, innovativ und dennoch traditionsbewusst.

Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig
Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig

Quelle

Der Bertuch Verlag dankt der Pressestelle der Universität Leipzig, den Artikel aus dem Alumni-Journal der Universität Leipzig 1/2015 übernehmen zu dürfen.

 

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