Leipzig Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.leipzig-lese.de
Unser Leseangebot

Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Goethe, Johann Wolfgang von

Goethe, Johann Wolfgang von

Goethe in der Campagna - Gemälde von Tischbein, 1787
Goethe in der Campagna - Gemälde von Tischbein, 1787
Im hohen Alter von über 80 Jahren vollendete Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) sein Hauptwerk, den „Faust". Der in Frankfurt am Main geborene und in Weimar verstorbene deutsche Dichter war ein vielseitiges Genie. Er schuf den Begriff der Weltliteratur und wurde ihr bedeutsamster deutscher Repräsentant. Allein sein Faust wurde weltweit 50 mal für die Opernbühne bearbeitet. Goethe gilt international als der deutsche Dichter. Die deutschen Kulturinstitute im Ausland tragen seinen Namen. Viele, auch ausländische Autoren haben sich an ihm gemessen und sich von ihm beeinflussen lassen. Er schrieb Gedichte, Balladen, Novellen, Romane, Dramen und wissenschaftliche Abhandlungen. Goethe beeinflusste die Epoche des Sturm und Drang und prägte die Klassik. Selbst die romantische Literatur wurde von seinen Werken inspiriert. Er war ein großer Beobachter, Liebhaber, Analyst, Ratgeber und Sammler. Sein erster Roman, „Die Leiden des jungen Werthers", lag auf Napoleons Nachttisch.

Goethes Sprache beeinflusste die nachfolgende Literatur in Deutschland. Seine Lyrik ist von großer Einfühlsamkeit und Ausdruckskraft. Viele seiner Gedichte wurden von bedeutenden Komponisten ( Schubert, Beethoven, Mozart u.a.) vertont. Mit Wieland, Herder und Schiller prägte er die Weimarer Klassik. Darüber hinaus war er Naturwissenschaftler, Zeichner, Kunsttheoretiker und Staatsmann.

Er führte ein exemplarisches Leben und stand mit fast allen geistigen Größen seiner Zeit in Verbindung. Rudolph Steiner, Begründer der Anthroposophie und der Waldorfschulen, gab dem Zentrum seiner Bewegung den Namen „Goetheanum".

----------

Text aus: Florian Russi (2005): Worauf wir stolz sein können. 2. Auflage. Bertuch Verlag Weimar

Bild oben: Goethedenkmal in Leipzig, Foto:W. Brekle