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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Den Hackern auf der Spur

Den Hackern auf der Spur

Carsten Heckmann

Jörn Hoffmann (links) und Prof. Dr. Bogdan forschen gemeinsam im Projekt "EXPLOIDS". Foto: Christian Hüller.
Jörn Hoffmann (links) und Prof. Dr. Bogdan forschen gemeinsam im Projekt "EXPLOIDS". Foto: Christian Hüller.

Im Projekt „EXPLOIDS“ der Abt. Technische Informatik der Universität Leipzig entsteht ein neuartiges System zum Erkennen von Angriffen.

Normale Bürger und Unternehmen, aber auch politische Entscheidungsträger und Behörden – alle sind mögliche Opfer von Hacker innen, die in Computersysteme eindringen. Deren Angriffe möchte man wirkungsvoll begegnen. „Dazu müssen wir sie frühzeitig erkennen, aber auch dokumentieren, um sie nachverfolgen und letztlich gerichtsfest auswerten zu können“, sagt Professor Martin Bogdan von der Abt. Technische Informatik der Universität Leipzig.

Bogdan koordiniert das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „EXPLOIDS“. Die Beteiligten entwickeln ein neuartiges Angriffserkennungssystem für Arbeitsplatzrechner und Server. „Vorbeugen und Erkennen sind wichtige Aspekte, aber wenn etwas passiert ist, will man natürlich wissen, wer angegriffen und welchen Schaden derjenige angerichtet hat. Wir wollen dabei helfen, digitale Spuren zu sichern und sprechen hier von IT-Forensik“, erläutert der Informatik-Professor. Erfassung, Speicherung und Auswertung müssten dabei natürlich unter Berücksichtigung des Datenschutzes erfolgen und zudem aussagekräftig visualisiert werden.

„Die nötige Sensorik bauen wir dort ein, wo etwas passiert, also im Betriebssystem und der Hardware des Rechners. Dort schaffen wir ein System inklusive forensischer Werkzeuge. Viel fehlt nicht mehr, bis wir so weit sind, dass unser System eingesetzt werden kann“, berichtet Martin Bogdan.

Am „EXPLOIDS“-Projekt sind auch die Technische Universität Dresden sowie drei Unternehmen aus Leipzig, Dresden und Magdeburg beteiligt. „Mitte nächsten Jahres wird die erste sichere Netzwerkkarte mit der angestrebten Funktionalität in einen Rechner eingebaut“, glaubt Jörn Hoffmann, Mitbegründer der Firma quapona technologies GmbH, die die Einschubplatine entwickelt.

Hoffmann hat an der Universität Leipzig studiert, an der TU Dresden im Bereich IT-Security seine Diplomarbeit geschrieben und ist aktuell Doktorand bei Professor Bogdan. „Zunächst wird es sich um Rechner von Behörden mit erhöhten Sicherheitsbedürfnissen handeln, vielleicht auch beim diplomatischen Corps oder der Bundeswehr“, sagt er. „Später wird eine Version der Karte für den öffentlichen Sektor hinzukommen. Die passenden Komponenten haben wir in Absprache mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt.“

Mehr Informationen: www.exploids.de

Quelle: Universität Leipzig. Das Leipziger Universitätsmagazin 2020. Alumni, S. 21

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