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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Hebbel, Friedrich

Hebbel, Friedrich

Christian Friedrich Hebbel (* 1813 bis 1863) war ein deutscher Dramatiker und Lyriker, der in seiner Zeit berühmt war.

Hebbel wurde als dänischer Untertan geboren, da Dithmarschen bis 1864 zum Gebiet des Herzogtums Holstein gehörte. Erst nach seinem Tod, seit 1867, gehörte die Stadt zur preußischen Provinz Schleswig Holstein.

Er kam aus einfachen Verhältnissen und musste sich über Jahre unter ärmlichen Bedingungen durchschlagen. Er lebte länger in Hamburg und München. Hebbel begann bald, erste Gedichte und Dramen zu schreiben. Die Uraufführung der Tragödie Judith fand am 6. Juli 1840 in Berlin statt. Für Hebbel war das ein großer Erfolg. 1841 wurde die Tragödie gedruckt und machte seinen Namen in Deutschland bekannt. Danach schrieb er die Tragödie Genoveva, die 1843 das erste Mal gedruckt wurde, und Robert Schumann auffiel. Der Komponist verwendete die Tragödie für sein Libretto zur gleichnamigen Oper Genoveva. Später vertonten u.a. Franz Liszt und Johannes Brahms Hebbel-Texte.

1842 erschien seine erste Sammlung von Gedichten. Hebbel reiste 1842 nach Kopenhagen, wo er vom dänischen König Christian VIII. ein zweijähriges Reisestipendium erhielt, das er für einen Aufenthalt in Paris nutzte, wo er Heinrich Heine kennenlernte und sich mit Felix Bamberg anfreundete. 1844–1846 verbrachte Hebbel in Italien.

Danach ging er nach Wien, wo er bis zu seinem Tod lebte. Hebbel war sozial und politisch engagiert. Er stand grundsätzlich loyale zur Regierungsform der Monarchie. Dennoch begrüßte er die Märzrevolution 1848 und kandidierte 1849 erfolglos für die Frankfurter Nationalversammlung. Durch seine Heirat mit der Burgschauspielerin Christine Engehausen kam er zu Wohlstand und widmete sich seinem literarischen Schaffen. Zentrale Themen in seinen Werken waren oft tragische und schicksalhafte Verkettungen von Ereignissen, mit denen er auf die sozialen Probleme seiner Zeit hinwies. Am 13. Dezember 1863 starb Friedrich Hebbel im Alter von 50 Jahren in Wien, wo er auf dem Evangelischen Friedhof Matzleinsdorf an der Seite seiner Frau ruht.

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