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Goethe hat ihn bewundert

Goethes Begegnungen mit Felix Mendelssohn Bartholdy.

Horst Nalewski

Der Musikkenner und international geachtete Literaturwissenschaftler Horst Nalewski erzählt anhand fünf ausgewählter Beispiele von dem außergewöhnlichen Aufeinandertreffen und Zusammenwirken zweier Künstler. Eine CD mit den Musikstücken liegt diesem Büchlein bei.

Hebbel, Friedrich

Hebbel, Friedrich

Christian Friedrich Hebbel (* 1813 bis 1863) war ein deutscher Dramatiker und Lyriker, der in seiner Zeit berühmt war.

Hebbel wurde als dänischer Untertan geboren, da Dithmarschen bis 1864 zum Gebiet des Herzogtums Holstein gehörte. Erst nach seinem Tod, seit 1867, gehörte die Stadt zur preußischen Provinz Schleswig Holstein.

Er kam aus einfachen Verhältnissen und musste sich über Jahre unter ärmlichen Bedingungen durchschlagen. Er lebte länger in Hamburg und München. Hebbel begann bald, erste Gedichte und Dramen zu schreiben. Die Uraufführung der Tragödie Judith fand am 6. Juli 1840 in Berlin statt. Für Hebbel war das ein großer Erfolg. 1841 wurde die Tragödie gedruckt und machte seinen Namen in Deutschland bekannt. Danach schrieb er die Tragödie Genoveva, die 1843 das erste Mal gedruckt wurde, und Robert Schumann auffiel. Der Komponist verwendete die Tragödie für sein Libretto zur gleichnamigen Oper Genoveva. Später vertonten u.a. Franz Liszt und Johannes Brahms Hebbel-Texte.

1842 erschien seine erste Sammlung von Gedichten. Hebbel reiste 1842 nach Kopenhagen, wo er vom dänischen König Christian VIII. ein zweijähriges Reisestipendium erhielt, das er für einen Aufenthalt in Paris nutzte, wo er Heinrich Heine kennenlernte und sich mit Felix Bamberg anfreundete. 1844–1846 verbrachte Hebbel in Italien.

Danach ging er nach Wien, wo er bis zu seinem Tod lebte. Hebbel war sozial und politisch engagiert. Er stand grundsätzlich loyale zur Regierungsform der Monarchie. Dennoch begrüßte er die Märzrevolution 1848 und kandidierte 1849 erfolglos für die Frankfurter Nationalversammlung. Durch seine Heirat mit der Burgschauspielerin Christine Engehausen kam er zu Wohlstand und widmete sich seinem literarischen Schaffen. Zentrale Themen in seinen Werken waren oft tragische und schicksalhafte Verkettungen von Ereignissen, mit denen er auf die sozialen Probleme seiner Zeit hinwies. Am 13. Dezember 1863 starb Friedrich Hebbel im Alter von 50 Jahren in Wien, wo er auf dem Evangelischen Friedhof Matzleinsdorf an der Seite seiner Frau ruht.

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