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Friedrich W. Kantzenbach

Erfundenes Glück

Der Autor beschäftigt sich auf lyrischem Weg mit den essentiellen Dingen des Lebens. Er reflektiert seine reichen literarischen Begegnungen und verarbeitet Reiseerlebnisse und persönliche Bekanntschaften mit Menschen, die ihn beeindruckten. Zunehmend durchdringen die Themen Krankheit, Tod und Vergänglichkeit seine Texte.

 

Die Alte Handelsbörse

Die Alte Handelsbörse

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Alte Handelsbörse    Foto: W. Brekle
Alte Handelsbörse Foto: W. Brekle

Ende des 17. Jahrhunderts im Barockstil erbaut, diente die Alte Handelsbörse am Naschmarkt den wohlhabenden Leipziger Kaufleuten 200 Jahre als „Vereinslokal". Hier wurden Geschäfte abgeschlossen, Auktionen abgehalten und Wechsel gehandelt. Und immer wurden Informationen ausgetauscht, denn der  Handelsaustausch gehört zum ältesten Gewerbe der Stadt. Die slawische Siedlung  Lipsk (von altsorbisch Lipa = Linde) lag an der Kreuzung der großen Handelsstraßen Via Regia mit der Via imperii. Als Gründungsjahr der Stadt  gilt 1165, als Markgraf Otto der Reiche von Meißen das Stadtrecht und Marktrecht verlieh. Darum schauen von der Balustrade der Handelsbörse zwei Herren auf uns herab: rechts Merkur und links Apoll, während die beiden Damen Minerva und Venus auf der Hinterseite prangen und dem Betrachter der schmucken  Hauptfront verborgen bleiben.
Ein Stadtpoet schrieb 1687:


Hat Kunst und Wissenschaft hier Leipzig groß gemacht,
So hat es fast noch mehr die Kaufmannschaft erhoben;
Drum steht Mercurius mit seiner Flügel-Tracht,
Und nicht Apollo nur mit seiner Harfe, oben ...
 

In dem zweigeschossigen, pavillonartigen Bau befindet sich der repräsentative Börsensaal im ersten Obergeschoss, der heute für Lesungen, Theateraufführungen, Vorträge, Kongresse sowie für private und öffentliche Feste und Feiern genutzt wird.