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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Alte Nikolaischule

Alte Nikolaischule

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Alte Nikolaischule    Foto: W. Brekle
Alte Nikolaischule Foto: W. Brekle

Die Alte Nikolaischule steht an der Nordseite des Nikolaikirchhofes, der sich zu einem Platz weitet. Hier haben  Leipziger Bürger im Herbst 1989 Geschichte geschrieben. Die Gedenksäule mit einem Palmenkapitel erinnert daran.

Die Alte Nikolaischule  war 1512 als erste Bürgerschule der Stadt eröffnet worden. Einige der Schüler, die hier bis 1872 zur Schule gingen, sind sehr berühmt geworden: Dazu zählen  der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), der Jurist Christian Thomasius (1655-1738) und der Leipziger, weil in Leipzig geboren, Richard Wagner (1813-1883). Wagner kam aus Dresden und ärgerte sich als 14jähriger über die Zurückversetzung in die Obertertia, er wird "furchtbar lüderlich" und schreibt: „Ich betrug mich demzufolge so, daß ich  mir nie einen Lehrer dieser Schule befreundete." Er zog eine autodidaktische Bildung vor, die darauf gerichtet war, zu dichten und zu komponieren. Im Klartext: Er schwänzte die Schule und bandelte mit dem Thomaskantor Christian Theodor Weinlig an. Wagner nahm bei ihm Unterricht.

Das historische Schulgebäude stand  bis 1989 lange leer und war völlig heruntergekommen. Erst  als 1990 die Kulturstiftung Leipzigs das Haus übernahm, konnte es von 1991-1994 mit Spenden rekonstruiert werden. Es gelang damit ein Stück Leipziger Identität wiederherzustellen.

Zum Gasthaus im Erdgeschoß, das heute gern von Studenten aus allen Fakultäten besucht wird, gehört einer der schönsten Freisitze  der Innenstadt. Aus dem Auditorium wurde ein gemütlicher Gastraum mit kleinen Holztischen und Stühlen. Die an den Wänden umlaufenden  lateinischen Sprüche sind vorsichtshalber übersetzt. Dafür hat der „fischelande", also schlaue und findige Wirt gesorgt. Hier gibt es sächsische Küche, natürlich auch die „Gäsegeilchn".