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Kennst du Antoine
de Saint-Exupéry?

Karlheinrich Biermann

Großer Beliebtheit erfreut sich noch heute die Geschichte vom kleinen Prinzen, jenem philosophischen Märchen, das von Liebe, Freundschaft und Tod handelt. Darin geht Saint Exupery der Frage nach dem Sinn des Lebens nach und blickt zurück auf sein eigenes: das Abenteuer einer Bruchlandung, das Überleben in der Wüste, die Sehnsucht nach der verlorenen Liebe … all das war dem Autor nur allzu vertraut.

Rektorin der Universität Leipzig -  Beate Schücking

Rektorin der Universität Leipzig - Beate Schücking

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Erst seit Ende des 19. Jahrhunderts konnten sich Frauen an deutschen Hochschulen immatrikulieren. Über Jahrhunderte waren die Hochschulen eine Domäne der Männer gewesen.

Bekannt geworden ist Dorothe Erxleben aus Quedlinburg, die als erste Frau in Deutschland 1754 promovieren konnte, jedoch nur, weil sie auf Befehl des preußischen Königs Friedrich II. an der Universität Halle zur Promotion zugelassen wurde. Von ihrem Vater war die begabte Frau in theoretischer und praktischer Medizin unterrichtet worden.

Als erste Frau wird Martha Henriette Beerholdt (1886 - 1939) an der Universität Leipzig voll immatrikuliert. Sie studiert Medizin und schließt 1902 ihre Promotion ab.

Nun könnte man denken, immer sind es Medizinerinnen, die als erste in die Domäne der Männer vordringen, wäre da nicht eine Frau mit Namen Angela Dorothea Merkel, geb. Kasner (Jahrgang 1954), die im Jahre 1973 ihr Studium im Fach Physik an der Leipziger Universität aufgenommen und 1978 abgeschlossen hatte, um schließlich 2005 als erste Frau in das Amt als Bundeskanzlerin gewählt zu werden.

Und wieder ist es eine Medizinerin, die am 01.03.2011 als erste Frau in der 601 Jahre alten Universität Leipzig das hohe Amt als Rektorin antritt.

Prof. Dr. med. Beate Schücking Foto: Michel Münch
Prof. Dr. med. Beate Schücking Foto: Michel Münch

Beate Schücking ist Psychotherapeutin und Fachärztin für Allgemeinmedizin. Berufsbegleitend studierte sie Philosophie. In den Newslettern der Leipzig Alumni lesen wir:

"Der erweiterte Senat wählte die 54-Jährige im November 2010 mit deutlicher Mehrheit zur ersten Frau an der Spitze der 601 Jahre alten Universität. Die neue Rektorin möchte ihre Wirkungsstätte trotz aller nötigen Sparmaßnahmen in der Spitzengruppe der Universitäten positionieren. Konkret hat sich Prof. Schücking unter anderem das Ziel gesetzt, die Internationalisierung der Universität Leipzig und vor allem deren Öffnung in Richtung Osteuropa voranzutreiben sowie die Zahl der ausländischen Studenten von aktuell zehn auf 15 Prozent zu steigern. Zudem will sie mit der Universität Leipzig im Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von derzeit Platz 40 perspektivisch auf Platz 20 gelangen. Ein weiterer Schwerpunkt ist für Prof. Schücking die Beschleunigung der Berufungsverfahren für Professoren sowie - im Sinne der Gleichstellung - eine Erhöhung der Zahl der Professorinnen. Als Herausforderung betrachtet sie die Umsetzung der Bachelor- und Master-Studiengänge, eine intelligente Studienorganisation und eine verbesserte universitätsinterne Kommunikation. Wichtig ist für die neue Rektorin ebenso die Entwicklung guter Beziehungen der Universität zur Stadt und zur Wirtschaft im Umfeld Leipzigs.
Prof. Schücking hatte bisher den Lehrstuhl für Gesundheits- und Krankheitslehre sowie Psychosomatik an der Universität Osnabrück inne."

Mit freundlicher Genehmigung der Universität Leipzig, Alumni-Koordination,  
www. alumni@uni-leipzig.de.
Der Bertuch Verlag dankt der Pressestelle der Universität Leipzig, Herrn R. Kühn, für das Nutzungsrecht des Bildes in diesem Artikel.