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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Neues aus dem Mendelssohn-Haus

Neues aus dem Mendelssohn-Haus

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Das Mendelssohn-Haus. Foto: Ursula Brekle.
Das Mendelssohn-Haus. Foto: Ursula Brekle.

Ab 1. April in diesem Jahr ist Patrick Schmeing Geschäftsführender Vorstand der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung und neuer Direktor des Mendelssohn-Hauses. Er folgte im Mendelssohn-Haus auf Jürgen Ernst, der zum 31. März in den Ruhestand ging. Die gefragte Pianistin Elena Bashkirova ist Präsidentin der Leipziger Mendelsohnstiftung.

 

Schmeing, ein Diplom-Kaufmann und Kulturmanager, kehrt aus Köln eigentlich nach Leipzig zurück, wo er von 1999 bis 2010 als Marketingchef am Gewandhaus wirkte. Im Wintersemester 2021/2022 übernahm er eine Gastprofessur am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig.

 

Schmeing weiß, dass das Haus, das Museum, die Ausstellung und die Konzeption, die Exponate und die Konzerte am authentischen Ort schon auf einem sehr hohen Niveau sind. Er betrachtet Felix Mendelssohn-Bartholdy als Genie, Mensch und Weltbürger, den er noch mehr Leuten nahe bringen will. Sein Wahlspruch für die Werbung ist: „Felix macht glücklich.“ Dazu eignen sich die Mendelssohn-Festtage besonders, die vom 31. Oktober bis zum 07. November 2021 stattfinden werden.

 

Als Höhepunkte der Festtage sind hier nur einige im Mendelssohn-Haus genannt:

 

31. Oktober um 19.00 Uhr Eröffnungskonzert: Julia Hagen und Igor Levit

 

4. November um 21.00 Uhr Konzert zur Todesstunde: Mojka Erdmann, Elena Bashkirova,

Martina Gedeck

 

5. November um 18.00 Uhr „Lob der Einsamkeit“, Salongespräch mit Elena Bashkirova,

Michael Naumann, Rolando Villazon

 

Im Gewandhaus:

 

4., 5, 7. November um 20.11 Uhr „Elias“ mit dem MDR-Chor, Gewandhausorchester unter Andris Nelsons

 

Das weitere Programm, Karten und Infos: www.mendelssohn-stiftung.de

 

Moses Mendelssohn (1729 - 1786).
Moses Mendelssohn (1729 - 1786).

Am 30. Oktober 21 eröffnet das Mendelssohn-Haus eine Sonderausstellung „Zwischen den Stühlen“ im Gartenhaus. Sie wird im Rahmen des Festjahres „1 700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ angeboten. Die Sonderausstellung gibt einen geschichtlichen Abriss einer Epoche, die das Leben von drei Generationen der Familie Mendelssohn prägte.

Ein wichtiger Vertreter der Aufklärung war auf jüdischer Seite der Philosoph Moses Mendelssohn,

der Großvater von Felix Mendelssohn-Bartoldy. Moses Mendelssohn fand einen Weg, seinem Glauben treu zu bleiben. Dennoch wurde er ein hoch angesehenes Mitglied der preußischen Gesellschaft. Vier seiner sechs Kinder entschieden sich jedoch für einen Glaubensübertritt und ließen sich im späteren Leben christlich taufen.

Die Sonderausstellung ist bis zum 30. April 2022 geöffnet, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

 

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