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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

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Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Gewandhausorchester, Großer Saal des Gewandhauses zu Leipzig
Gewandhausorchester, Großer Saal des Gewandhauses zu Leipzig

 

Arthur Nikisch dirigierte die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven erstmalig am 31. Dezember 1918, dem ersten Jahreswechsel nach dem Ersten Weltkrieg, in Leipzig. In dieser Tradition spielte das Gewandhausorchester unter Leitung von Kurt Masur die 9. Sinfonie von Beethoven vor 4 200 Musikliebhabern Silvester 1978/79 in der Messehalle 2 der Alten Messe. Als treue Gewandhausbesucherin war auch ich dabei.Was niemand ahnen konnte, eisige Kälte und extreme Schneefälle stürzten auch Leipzig ins Chaos. Die Temperaturen fielen auf bis zu -23 Grad Celsius. Da die Messehalle 2 nur durch große Vorhänge zur ungeheizten Messehalle abgetrennt war, zog die Kaltluft durch die Halle der Aufführung. Eine Frau empörte sich und schimpfte in der Pause vom 1. zum 2. Satz laut. Masur drehte sich um und erwiderte gelassen: „Ich hoffe, Beethoven erwärmt sie!“

 

Mit dieser Anekdote soll an die Demokratie-Konzerte des Gewandhausorchesters zu Leipzig erinnert werden, die am 16. September 2022 begonnen haben. Mit dem ersten ausverkauften Demokratie-Konzert begann die 242. Saison. Es stand unter dem Leitgedanken „Einander zuhören“.

 

Andris Nelsons Dirigent

 

Yuja Wang Klavier, Gábor Richter Trompete

 

Aufgeführt wurden Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Dmitri Schostakowitsch, Ludwig van Beethoven.

Nach einer Ansprache des Oberbürgermeisters Burkhard Jung erlebten die Besucher ein großartiges und atemberaubendes Konzert. Sie belohnten die Musiker am Ende mit stehendem Jubel hier und dort.

 

Bildnachweis

Kopfbild: Logo aus Wikimedia, gemeinfrei.

 

Abb. im Text: Gewandhausorchester, Großer Saal des Gewandhauses zu Leipzig

Urheber: Jens Gerber Quelle: Bildkatalog des Fotografen, uneingeschränkte Rechte vom Urheber abgekauft

 

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