Leipzig-Lese

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Berndt Seite

Im Lerchenwald

"Je älter ich werde, umso mehr erscheint mir
mein Lebensgebäude hell erleuchtet,
aber es ist leer, nur in einem Raum steht
ein kleiner Karton mit Erkenntnis.
Er bleibt dort, bis die neuen Mieter einziehen."

Diese Zeilen sind der Aphorismensammlung vorangestellt und deuten bereits darauf hin, dass die einzelnen vielfältigen Verse und Gedanken die Gesamtheit eines ereignisreichen Lebens widerzuspiegeln suchen.
"Das Leben ist ein Abenteuer, denn niemand weiß, wie es ausgeht."

Das Nixweibchen bei Leipzig

Das Nixweibchen bei Leipzig

Johann Georg Theodor Gräße

Nixe am Wasserloch.
Nixe am Wasserloch.

Sonst hat sich bei Leipzig auf der Straße oftmals ein Nixweibchen sehen lassen. Es ging unter andern Bauersweibern mit dem Tragekorbe auf den Wochenmarkt, um den Hausbedarf einzukaufen. In der Kleidung unterschied es sich von andern dadurch, dass seine Unterkleider jederzeit zwei Hände breit nass waren. Übrigens redete es mit Niemanden, grüßte und dankte auch Niemanden auf der Straße, wusste aber beim Einkauf so gut wie andere Weiber zu tun und zu handeln. Einst gingen ihr auf dem Rückweg zwei Personen nach. Diese haben gesehen, wie sie an einem kleinen Wasser ihren Tragekorb niedersetzte und wie derselbe, während sie ins Wasser tauchte, augenblicklich verschwand. *

 

* Prätorius, Abent. Glückstopf, S. 514, erzählt im Juni 1669.

Beide Abb. aus Wikimedia, gemeinfrei.

Kopfbild: Nixenkinder mit Krug am Alten Rathaus in Leipzig.

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