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Ursula Brekle

Familie Stauffenberg

Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler: „Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“ Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen.

Kinderszene aus Stötteritz

Kinderszene aus Stötteritz

Lene Voigt

Stötteritzer Wäldchen.
Stötteritzer Wäldchen.

Eine Anzahl Kinder sind emsig mit irgend etwas am Feldrain beschäftigt. Interessiert trete ich näher und erhalte auf meine Frage zur Antwort: „Mir begrahm ä doden Frosch. Schindlersch Walter hält hernachens de Leichenrede.“ Mein Wunsch, zuhören zu dürfen wird gnädig bewilligt unter dem Vorbehalt: „Wenn se uns nich drzwischenquatschen.“

 

Hier ist Schindlers Rede:

„Liewer Frosch! Mir Ginder un das Freilein dort sin um dich versammelt, weil de geschtorm bist un nich mähr iber Schtock un Schteene hubben gannst. Nu hammer dich in de Ärde neingebuddelt un flanzen dir ä Schtreißchen Bedersilche uff die friehes Grab druff. Ruhe sanft, lieber Frosch! De brauchst nu nich mähr zu friern, wenn dr Winter gommt. Das meeche dir ä Drost sin in dein Grawe drinne. Gee Raubvoochel gann dr ooch nischt mähr duhn, denn dort unten sieht dich ja nich un außerdäm frißtr bloß Lewendches. Also läwe wohl oder vielmähr schlafe scheen in dein Bäddchen un denke immer, wer weeß, wozu‘s gut war, dass de geschtorbm bist. Adjeh.“

 

* Stötteritz ist ein Stadtteil im Südosten von Leipzig.

Quelle: Der lustige Sachse. 1928

 

Bildnachweis

Kopfbild aus Wikimedia, gemeinfrei

Abb. im Text:Stötteritzer Wäldchen. Urheber: Poppixx

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