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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Im wunderscheenen Monat Mai

Im wunderscheenen Monat Mai

Max Vormeyer

Passanten am Markt im Regen, im Hintergrund das Alte Rathaus Leipzig
Passanten am Markt im Regen, im Hintergrund das Alte Rathaus Leipzig

„Im wunderscheenen Monat Mai“

Dhat einst ä Dichter schreibn,

Der wollt sich wahrscheinlich bloß

De Zei damit vertreibn.


Denn wenn der jetzt den Monat mal

Gennt sälwer mit dorchläb'n,

Da wärd' er sich wohl voller Qual

Deswegn 's Läb'n nähm.


Das is ä Regeneinerlei,

Ich schibb' in Ofen Gohlen

Un dichte: Diesen Monat Mai

Den soll der Deifel holen!

Quelle

Vormeyer, Max: Säk'sche Boesien! Allen gemiedlichen Sachsen gewidmet!
Leipzig 1919

Bildnachweis

Kopfbild: Zwei Männer im Regen aus Wikimedia, gemeinfrei

Deutsche Fotothek: Passanten am Markt im Regen, im Hintergrund das Alte Rathaus LeipzigFotografen: Renate und Roger Rössing, Leipzig


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