Leipzig-Lese

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Unter den Monden des anbrechenden Lebensabends dehnt sich die Zeit und doch ist ihr Vergehen anders zu spüren als sonst. Jetzt wirken alle Fragen entscheidend, die Endgültigkeit scheint zum Greifen nah und Einsichten beginnen dort, wo alles Denken innehält.

Lyrikband von Berndt Seite

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Hundddahchs Schdimmunk

Hundddahchs Schdimmunk

Lene Voigt

 

De Hiddse zerweechd noch‘s Gehärne.

Wie ausgeschdorm liecht dr Augustusbladds,

Gee Leibzcher gommd driewr gezohchn,

Bevor een de Sonne so gliehd uffn Ladds,

Da machd mr schon liewer ä Bohchen.

 

 

Mir Gobbarbeeder verzweifln schon bald,

Da siddsd mr, dem Fädrhalder umgralld,

Un schdindlich wärd schwärer de Bärne.

 

Dr Mänsch mechde färmlich ä Goldfisch sin,

Där in ä Bassäng wärd gehaldn.

Mr gondelde dann ämal här, ämal hin,

Un war eechal drinne im Galdn.

Quelle: Neue Leipziger Zeitung vom 26.07.1925

 

Bildnachweis: Leipzig, Augustusplatz. Universität & Paulinerkirche. Radierung/Kaltnadel & Roulette, auf hellem Büttenpapier, um 1915. Zeichner: Paul Päschke (1875-1943). Aus Wikimedia - gemeinfrei.

 

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