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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Gogle nich

Gogle nich

Gogle nich
Gogle nich

Gogle nich, gogle nich.
Menschenskind, ich warne dich!

Bei der Gogelei ist oft
Der Erfolg nich der erhoffte.

Manches Feierchen entstand
Un nahm forschdbar iwerhand.

Un in ibrigen un so -
Brennt manch' Herz gleich lichterloh.

Manches Mädchen, ach so jung,
Deserhalb ins Wasser gung.

Menschenskind, ich warne dich:
Gogle nich!


Quelle

Säk‘sches Gemiese. Eine Sammlung der lustigen Dichtungen in sächsischer Mundart.

Verlag A. Bergmann – Leipzig o. J. (vor 1936)

Autor: Robert Zimmermann

Das Bild stellte Ewald Markus Schmidt zur Verfügung.

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