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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

De Bliemchenrache

De Bliemchenrache

Lene Voigt

Brustbild mit geschlossenen Augen: Gustav Klimt (1862–1918).
Brustbild mit geschlossenen Augen: Gustav Klimt (1862–1918).

Uffn Sofa liecht ä Weib

Un das schläft zum Zeitvertreib.

Nähm ihr schteht ä Blietenschtrauß,

Där schtreemt sieße Difte aus.


Blätzlich gommt so was wie Lähm

In de Blum‘, un Älfen schwähm

Aus dn Gälchen sacht un leis,

Bilden um das Weib ä Greis.


„Warte nur“, schimpft änne Nälke,

„Du bist schuld, daß ich verwälke!“-

„Freilich“, brilln gleich zwee Narzissen,

„Hättest uns nich abgerissen!“


„Frechheet“, räsoniert `ne Rose,

„Gestern fest un heite lose!“

Un sogar ä Veilchen blärrt:

„Warum bin ich rausgezärrt?“


Schließlich meent ä Ridderschborn:

„Los, jetzt lassmr unsern Zorn

An däm Weibsbild gräftig aus,

Dasse schärbt am ganzen Schtrauß!“


Un se duften noch viel mähr,

Schwiel un giftig, dumf un schwär.

„Häärtersch“, ruft ä Lack voll Hohn,

„Ähmd jetz hat geseifzt se schon!“


Immer doller, immer schlimmer

Fillt mit Giftbarfiem sich‘s Zimmer,

Heechst gefährlich wärds im Raum.

Weib, wach uff jetz aus dein Draum!


Geene Schbur, se liecht ganz schtumm,

Un de Blum‘ frein sich wie dumm,

„Siehste, Freilein“, hehnse alle,

„Grubst dr sälwer deine Falle!“

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