Leipzig-Lese

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Hans Lucke

Das Täubchen, dass den Igel küssen wollte

Geschichten für große und kleine Menschenkinder

Ein Marienkäfer auf der Suche nach seinem siebten Punkt, eine Ameise, die lieber ein Hund sein will, eine fernsehsüchtige Amsel und eine Hexe in der Straßenbahn. Erzählt werden die fantasievollen Geschichten von dem einstigen DNT-Schauspieler, Regisseur und Autor Hans Lucke. 

Mein Liebchen war aus Leipzig

Mein Liebchen war aus Leipzig

Mein Liebchen war aus Leipzig, drum war sie auch so schlau,

wie rasend verliebt sei, das wußte sie genau.

Stets lachte mir ihr Angesicht, doch was ich wollte, tat sie nicht.

Mein Liebchen war aus Leipzig, Herr Jesses, ei, nueben.

 

Die deutschen Schelmenäugelein, die waren veilchenblau,

wie Morgenstern' so leuchtend, so frisch wie Himmelstau;

ihr Gliederbau, wie wonnigleich, dem Leib der Schaumgebornen gleich ...

 

Ich sprach zu ihr mal abends: Cäcilchen, hör und schau:

wir halten balde Hochzeit, auf meine Schwüre trau!

drum lösch das dumme Licht, du wirst schon sehn, was dann geschieht ...

 

Sie sprach: Ja so, ich glaube, du bist im Kopfe grau!

ei, warte noch ein Weilchen, bis ich bin deine Frau!

Und weiter noch: für heut ist deine Türe dort - laß mich allein ...

 

Text: Gustav Butziger, 1841                       Melodie: W. Bethge, 1875
aus "Allgemeines Reichs-Commersbuch für deutsche Studenten", Hg. F. Dahn und C. Reinecke, Leipzig, 1904

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