Leipzig-Lese

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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Das Nixweibchen bei Leipzig

Das Nixweibchen bei Leipzig

Johann Georg Theodor Gräße

Nixe am Wasserloch.
Nixe am Wasserloch.

Sonst hat sich bei Leipzig auf der Straße oftmals ein Nixweibchen sehen lassen. Es ging unter andern Bauersweibern mit dem Tragekorbe auf den Wochenmarkt, um den Hausbedarf einzukaufen. In der Kleidung unterschied es sich von andern dadurch, dass seine Unterkleider jederzeit zwei Hände breit nass waren. Übrigens redete es mit Niemanden, grüßte und dankte auch Niemanden auf der Straße, wusste aber beim Einkauf so gut wie andere Weiber zu tun und zu handeln. Einst gingen ihr auf dem Rückweg zwei Personen nach. Diese haben gesehen, wie sie an einem kleinen Wasser ihren Tragekorb niedersetzte und wie derselbe, während sie ins Wasser tauchte, augenblicklich verschwand. *

 

* Prätorius, Abent. Glückstopf, S. 514, erzählt im Juni 1669.

Beide Abb. aus Wikimedia, gemeinfrei.

Kopfbild: Nixenkinder mit Krug am Alten Rathaus in Leipzig.

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