Leipzig-Lese

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Roland Opitz
Kennst du Fjodor Dostojewski?

Das Leben Dostojewskis glich einer Achterbahnfahrt: stetig pendelnd zwischen Verehrung und Verachtung, zwischen Erfolg, Spielsucht und Geldnot. Mit 28 Jahren wurde er wegen revolutionärer Gedanken des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt, landet dann aber im sibirischen Arbeitslager.
Er gilt als Psychologe unter den Schriftstellern, derjenige der hinab schauen kann in die Abgründe der menschlichen Seele. Diese Biografie ist gespickt mit Auszügen aus seinen Meisterwerken sowie mit einigen seiner Briefe, die einen offenherzigen Menschen zeigen.

Hymne an den Kaffee

Hymne an den Kaffee

Lene Voigt

Eismann Semenowsky: Dame mit Kaffetasse. Bild: Wikimedia Commons gemeinfrei
Eismann Semenowsky: Dame mit Kaffetasse. Bild: Wikimedia Commons gemeinfrei

"Dr gaffee is fier alles gut",
Belehrte mich Frau Grassen,
"'sgibbt nischt, wo där nich hälfen dut,
Se genn sich druff verlassen.

Bei galten Fießen, Liewesweh,
Bei Gobbschmärz un bei Reißen,
Da is ä Schlickchen Bohngaffee
Nich hoch genug zu breisen.

Im Lähm gibbt's geene Laache, wo
Dr Gaffee dät verfählt sin,
De ältsten Baare machtr froh,
Wie lang se ooch vermählt sin.

Un schteht dr Mänsch vor ä Entschluß
Un gann sich schwär entscheiden,
Ä richtcher Gaffe-Iwerguß
Wärd sei Gehärne leiten.

Solange noch mei Gaffeedobb
Schteht in dr Ofenrähre,
Find ich de ganze Wält dibbdobb,
Da schert mich gee Gemähre."

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