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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Anekdoten zu Kurt Masur

Anekdoten zu Kurt Masur

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Der langjährige Gewandhausdirektor Dr. phil. Karl Zumpe wurde am 20.05.1924 in Zwickau geboren, am 15.11.2001 starb er in Leipzig. Er sammelte über viele Jahre Anekdoten und Vorkommnisse im Umfeld des Gewandhausorchesters und ihrer Kapellmeister. Diese wurden in dem kleinen Büchlein "Leipziger Gewandhaus Allerlei" veröffentlicht, aus dem wir die folgenden Anekdoten im Andenken an Kurt Masur zitieren:
Kurt-Masur-Büste im Gewandhaus mit Trauerstrauß anläßlich seines Todes am 19.12.2015
Kurt-Masur-Büste im Gewandhaus mit Trauerstrauß anläßlich seines Todes am 19.12.2015
Seiffens Jahrhunderthochzeit

Als Kurt Masur seine Frau Tomoko in der malerischen Kirche des Erzgebirgsstädtchens Seiffen zum Traualtar führte, lief die Kunde davon wie ein Lauffeuer von Mund zu Mund. Und das klang so: »Heite heirat' e englischer Lord 'ne Schabanerin . . .«

Aufs Ganze gehen

In Hartford (Connecticut) ist es Tradition, eine Einführung in die Konzerte zu geben. Das besorgten ein amerikanischer Musikwissenschaftler und Kurt Masur mit Erläuterungen zu Tonbandbeispielen. Dabei verging die Zeit wie im FIuge, bis das Orchester auf dem Podium Platz genommen hatte, um sich einzuspielen. Der Wissenschaftler jedoch wollte unbedingt noch acht Ausschnitte aus Schuberts großer C-Dur- Sinfonie darbieten, was der Gewandhauskapellmeister unter dem Beifall des Publikums mit den Worten verhinderte: »Sie brauchen keine Angst zu haben, wir spielen gleich das ganze Stück. «

Der Anrechtspreis

Gewandhauskapellmeister Kurt Masur mußte sich einer unbedeutenden Operation unterziehen, die der Chefarzt des Krankenhauses selbst übernahm. Bevor der Chirurg jedoch das Skalpell ansetzte, fragte er den Patienten auf dem OP-Tisch mit bohrendem Unterton: »Ich habe gehört, es gibt bei lhnen keine Anrechte mehr?«

Um die letzte Anekdote zu verstehen, soll darin erinnert werden, dass während der DDR-Zeit die Anrechtskarten rar waren oder gar nicht erhältlich. Zuweilen warteten Musikliebhaber auf eine Anrechtskarte über Monate oder Jahre.

Wenn Sie, liebe Leser, mehr zu Kurt Masur und seinem Wirken lesen wollen, schlagen Sie auf:

http://www.gewandhausorchester.de/orchester/kurt-masur/ 

Bericht zur Trauerfeier in der Thomaskirche zu Leipzig und zur Beisetzung auf dem Südfriedhof Leipzig:

http://www.leipzig-lese.de/index.php?article_id=736 

Gewandhausdirektor Prof. Andreas Schulz trug in das Kondolenzbuch ein:

„Wir sind sehr traurig über den Tod von Kurt Masur, denken an seine Familie und wünschen ihr Gottes Segen für diese schwere Zeit. Kurt Masur ist eine außerordentliche Musikerpersönlichkeit sowie ein großartiger Humanist gewesen. Er hat unser Gewandhausorchester und das Gewandhaus geprägt wie kein Zweiter. Wir sind ihm alle zu tiefstem Dank verpflichtet. In seiner Zeit als Gewandhauskapellmeister hat er Maßstäbe im Repertoire, insbesondere der Werke Felix Mendelssohn Bartholdys, aber auch mit dem Bau des 3. Gewandhauses, gesetzt. Weit über dieses Wirken hinaus war er Unterstützer und Förderer für viele Musiker und Mitarbeiter des Gewandhauses. Die Erinnerung an Kurt Masur und sein Schaffen wird uns stets begleiten."  

Bildnachweis:

Kopfbild "Die Seiffener Kirche" via Wikimedi-gemeinfrei

Büste im Gewandhaus: W. Brekle

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