Leipzig-Lese

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Es waren einmal zwei Brüder: Sie hießen Jacob und Wilhelm Grimm. Gemeinsam hatten sie einen Traum: Sie wollten alle deutschen Märchen sammeln und aufschreiben, damit alle Menschen sie lesen konnten. Für Leser ab 14 Jahren, zu bestellen:

  http://www.bertuch-verlag.de/322-0-Kennst-du-die-Brueder-Grimm.html

 

   
Der Leipziger Weihnachtsmarkt 2025

Der Leipziger Weihnachtsmarkt 2025

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land?

Vom 25. November bis 23. Dezember 2025

"Der sprechende Spiegel". Foto: gemeinfrei via Wikimedia Commons.
"Der sprechende Spiegel". Foto: gemeinfrei via Wikimedia Commons.

So möchte man mit den Brüdern Grimm im Märchenland fragen. Das US - Portal Matador hat den Leipziger Weihnachtsmarkt 2018 zum Schönsten in ganz Europa gekürt! Auch 2025 gehört er zu den schönsten Weihnachtsmärkten in Deutschland.

Der Leipziger Weihnachtsmarkt wird am 25.11.2025 um 17 Uhr auf dem Marktplatz eröffnet. Man kann ihn bis zum 23. Dezember 2025 besuchen. Tägliche Öffnungszeiten:

(Achtung: veränderte Öffnungszeiten!)

Sonntag bis Donnerstag: 11:00 bis 21:00 Uhr
Freitag und Samstag: 11:00 bis 22:00 Uhr                          

Am 22. und 23. Dezember ist nur bis 20 Uhr geöffnet.

Der Leipziger Weihnachtsmarkt bietet 2025 über 300 weihnachtliche Stände.
Nachdem im letzten Jahr 2,2 Millionen Besucher des Weihnachtsmarktes in Leipzig gezählt worden sind, haben die Organisatoren ein Wegweiser-System eingerichtet, das die Orientierung im dichten Gedränge der Innenstadt erleichtern wird. Am Markt ist ein „Gourmetgässchen“ zu begehen, in dem hochwertige Lebensmittel, internationale Leckereien und Schlemmereien zu finden sind.

Das Märchenland ist in diesem Jahr 2025 wieder auf dem Augustusplatz aufgebaut, am Brunnen Augustusplatz vor der Oper. Hier sind realitätsnah bekannte Märchenbilder mit verschiedenen Erlebnisbereichen zu bewundern. Großen Spaß macht es auch in diesem Jahr, eingebaute Fehler zu finden. Machen Sie mit beim Märchenrätsel und gewinnen Sie tolle Preise. Auch die Wichtelwerkstatt ist wieder da.

Sonderprogramm am Samstag, 29. November 2025 - Heute kommt der Weihnachtsmann

Am Hauptbahnhof:

10:00 Uhr Konzert des Bergmannsblasorchesters Schlema

Hauptbahnhof - Querbahnsteig

ca. 11:00 Uhr Ankunft des Weihnachtsmannes

Hauptbahnhof - Gleis 6 (unter Vorbehalt)
Begrüßung der anwesenden Kinder (bis circa 11:30 Uhr) und anschließend Fahrt mit der Kutsche zum Markt

Auf der Marktbühne - Marktplatz:

11:00 Warten auf den Weihnachtsmann

mit Ute Schlossarek - Bühne Marktplatz

zwischenzeitlich:

11:30 Uhr Posaunenblasen

Balkon Altes Rathaus

11:50 bis 12:00 Uhr Warten auf den Weihnachtsmann

Bühne Marktplatz

ca. 12:00 Uhr Ankunft des Weihnachtsmannes

Marktplatz

ca. 12:30 Uhr Adventskonzert des Bergmannorchesters Kurbad Schlema

Bühne Marktplatz

14:30 bis 15:00 Uhr Chor des Lions Club

Bühne Marktplatz

16:00-16:45 Uhr Weihnachtsmannsprechstunde

Bühne Marktplatz

17:30 Uhr weihnachtliche Lieder mit Nancy Damm 

Bühne Marktplatz

19:00 Uhr Posauneblasen vom Balkon

Warum trägt der Weihnachtsmann rot?

Der rote Wintermantel mit dem weißen Pelzbesatz gehört im Advent dazu. Diese Mode geht auf einen Entwurf des Grafikers Haddon Sunblum aus dem Jahr 1931 zurück. Diese Grafik steckte die Weihnachtsmänner der ganzen Welt an. Sunblum gestaltete damit eine weltweite Werbekampagne für den Brausehersteller Coca-Cola. Vorher war der Weihnachtsmann leger in wenig auffälligen Farben gekleidet.

Historisches Etagenkarussell. Foto: Hannelore Glatte, Berlin.
Historisches Etagenkarussell. Foto: Hannelore Glatte, Berlin.

 

Und welche Familie will es versäumen, das wieder neu aufgebaute Etagenkarussell am Salzgässchen zu besuchen. Das Vorgänger-Karussell war zum Schrecken aller Besucher bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes im November 2009 infolge eines Kurzschlusses abgebrannt. Teile von diesem waren 100 Jahre alt. Es ist gelungen, diese Attraktion nach historischen Originalquellen wiederherzustellen.

Dort steht auch der immer dicht umlagerte Kräppelchen-Stand.

Feste Programmpunkte

 

16:00 bis 16:45 Uhr Weihnachtsmann-Sprechstunde

Donnerstag und Freitag

Bühne Marktplatz 

ab 16:30 Uhr Adventsprogramm

täglich

Bühne Marktplatz 

Unter anderem mit Puppenbühnen, Märchenerzählern, der Musikschule Leipzig und vielen verschiedenen Künstlern, Vereinen, Chören und Institutionen.

Posaunenblasen

Montag bis Donnerstag, jeweils 18:00 Uhr,

Freitag ab 19:00 Uhr,

Samstag und Sonntag, jeweils 13:00 und 19:00 Uhr

vom Balkon Altes Rathaus

Bitte schauen Sie das Bühnenprogramm zum Weihnachtsmarkt unter https://www.leipzig.de/kultur-und-freizeit/einkaufen-und-ausgehen/maerkte/leipziger-weihnachtsmarkt  nach.

 

 

Nachtansicht Weihnachtsmarkt 1950. Foto: Deutsche Fotothek, Roger und Renate Rössing.
Nachtansicht Weihnachtsmarkt 1950. Foto: Deutsche Fotothek, Roger und Renate Rössing.

Besonders in den Abendstunden bietet der Leipziger Weihnachtsmarkt vor dem Alten Rathaus eine romantische und stimmungsvolle Kulisse im Zentrum der historischen Altstadt. Wir zeigen eine historische Aufnahme aus dem Jahr 1950, aus dem fotografischen Nachlass des Leipziger Ehepaares Roger und Renate Rössing, die ihre Werke der Deutschen Fotothek in Dresden überlassen haben. Die Tradition des Leipziger Weihnachtsmarktes reicht aber Jahrhunderte zurück - bis ins Jahr 1458. Die Erwähnung finden wir im „Leipziger Geschichtsbuch" von 1714. Dort schreibt J.J. Vogel: „Anno 1458 hat Churfürst Friedrich Marggraff zu Meissen und Hertzog zu Sachsen den Weynachtsmarckt öffentlich ausgeschrieben und die Stadt wegen der geleisteten treuen Dienste so Ihme von dem Rathe und der Bürgerschaft erweisen damit begnadiget." Er gehört damit zu den ältesten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Nur der Striezelmarkt in Dresden und der Wenzelmarkt in Bautzen können da noch konkurrieren.

In diesem Jahr 2025 kam der Leipziger Weihnachtsbaum wieder aus dem Vogtland, diesmal ist es eine 21 Meter hohe Fichte aus dem Schönecker Ortsteil Kottenheide. Der etwa 60 Jahre alte und 4,5 Tonnen schwere Nadelbaum hätte ohnehin gefällt werden müssen. Die Wald Jacob GmbH&Co.KG hat diesen Riesenbaum fachgerecht am 2. November 25 nach Leipzig transportiert und am 3. November 2025 aufgestellt. Danach wurde er geschmückt: Jeweils 300 rote und 300 goldene Kugeln und 3 000 Lichter werden angebracht. Wenn er seinen Dienst getan haben wird, nämlich am 5. Januar 2026, wird er wieder „gefällt“ und danach zu Nutzholz verarbeitet.

Auch eine aufgestellte Krippe darf nicht fehlen.

Musikliebhaber können in der Thomaskirche dem weltberühmten Thomanerchor lauschen, der in der Adventszeit außer den Motteten zusätzlich Konzerte gibt. So präsentieren sie, begleitet vom Gewandhausorcherster, das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach.
Seit mehreren Jahren lädt die Musikschule Leipzig "Johann Sebastian Bach" zur Adventsmusik ein.

Umsäumt wird der Markt von farbenfrohen und originell gestalteten Ständen und Hütten, von denen es in der Innenstadt ca. 300 gibt. Händler und Handwerker bieten auf dem historischen Weihnachtsmarkt „Alt Leipzig", dem Naschmarkt, qualitativ Hochwertiges an, herausragend die Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge. Die Kunst- und Handwerkertradition wird in Leipzig gepflegt. Für das leibliche Wohl der Besucher ist mit kulinarischen Spezialitäten bestens gesorgt: So werden vom Pulsnitzer Pfefferkuchen bis zum Dresdner Stollen, verschiedenste Backwaren, geröstete Nüsse und Mandeln angeboten.

Um das Design der Glühweintassen gibt es noch ein Geheimnis. Nur eins ist klar, große Preissprünge wird es nicht geben. Und wie jedes Jahr tobt der Konkurrenzkampf zwischen den Glühweinschänken. Noch wird die Jury von der LVZ zusammengestellt, die die Preisträger aus den rund 50 Anbietern auswählen wird.

Die eher deftig naschen wollen, kommen auch auf ihre Kosten. Sie sollten die Angebote im Finnischen Dorf prüfen. Zu den Weihnachtstraditionen aus dem hohen Norden zählen kulinarische Köstlichkeiten und das finnische Kunsthandwerk. Das finnische Flair kann man genießen, wenn der finnische Weihnachtsmann zu seiner Gitarre greift oder in den öffentlichen Tanzkursen „FinnTango“ darbietet.

Das finnische Weihnachtsdorf ist auf dem Augustusplatz vor dem Mendebrunnen zu finden.

Der Betreiber bietet seine Zelte auch für geschlossene Veranstaltungen an - Reservierungen werden vor Ort angenommen oder über das Marktamt der Stadt Leipzig vermittelt.

Ein beliebter Treffpunkt bleibt das Südtiroler Dorf. Wie in vergangenen Jahren bringen bekannte Händler nicht nur eigene Weine und deftige Brennereierzeugnisse mit, sondern es gibt auch deftige kulinarische Angebote, zum Beispiel Schüttelbrot und Kaminwurzen. Für den Hochprozentigen braucht man schließlich eine Grundlage.

Das Südtiroler Dorf finden Sie auf dem Platz vor der Universität.
Zwei Hütten werden angeboten, die verschließbar und geheizt sind, für geschlossene Veranstaltungen - Reservierungen werden vor Ort angenommen oder über das Marktamt weitergeleitet.

Wer schwindelfrei ist, kann dann den Ausblick vom großen Riesenrad auf Leipzig genießen.

Verdursten muss auch niemand. Glühwein, heiße Schokolade, Marillen-Punsch und Feuerzangenbowle sind nachgefragt, aber nur eine kleine Auswahl aus der Vielfalt der Angebote.

Pyramide bei der Nikolaikirche. Foto: Xxlfussel via Wikimedia Commons.
Pyramide bei der Nikolaikirche. Foto: Xxlfussel via Wikimedia Commons.

Wenn der Besucher seine Feuerzangenbowle unter der Pyramide auf dem Nikolaikirchhof trinkt, kann er dabei die schöne hohe Pyramide bewundern.

Die Vorläufer der heutigen, meist aus dem Erzgebirge stammenden Weihnachtspyramiden gab es schon im 16. Jahrhundert. In dieser Zeit war es in unserer Region üblich, in den Häusern immergrüne Zweige aufzuhängen, um Unheil in den dunklen Wintermonaten abzuwenden. Weiter im Norden und Osten versuchten die Menschen das mit dem Licht zu erreichen. Beide Bräuche sind in der Pyramide vereint. In Böhmen war es Anfang der 18. Jahrhunderts üblich, in Trauerzügen oder bei kirchlichen Festen pyramidenartige, mit Kerzen bestückte „Trauergerüste" zu verwenden. Unbekannt ist noch, wer als erster die Idee entwickelte, an einer Achse Scheiben zu befestigen und diese mit Hilfe eines Flügelrades, das durch Warmluft betrieben wird, anzutreiben. Vorbild war das Göpelwerk, eine Maschine, um Erz zu fördern. Um 1800 sind die ersten, sich drehenden Pyramiden (erzgebirgisch: Peremett) sicher im Erzgebirge entstanden. In den aufgebauten Figuren wurde zuerst die Arbeit der Bergarbeiter dargestellt, Bergmannszüge und Tiere des Waldes, erst später kamen christliche Motive dazu.

Großpyramiden im Außenbereich gibt es heute fast in jedem erzgebirgischen Dorf oder in den Städten zu bewundern. Und eine sehr schöne fand den Weg nach Leipzig auf den Nikolaikirchhof.


Die Zahl der Besucher stieg Jahr für Jahr. 2018 erreichte die Besucherzahl 2 Millionen, 2023 waren es bereits 2,2 Millionen. Werbung ist nicht mehr nötig, denn auch 2025 wird es wieder sehr sehr eng. Das Motto: "Mr halten aus in Sturmgebraus ob's wattert, stürmt und schneit". (Zitat aus dem "Schneeschuhfahrermarsch" von Anton Günther.)

Das Marktamt der Stadt Leipzig behält sich Änderungen vor.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet:

www.leipzig.de/weihnachtsmarkt

 

Der Artikel wurde am 13. November 2025 fertiggestellt.

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