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Friedrich W. Kantzenbach

Erfundenes Glück

Der Autor beschäftigt sich auf lyrischem Weg mit den essentiellen Dingen des Lebens. Er reflektiert seine reichen literarischen Begegnungen und verarbeitet Reiseerlebnisse und persönliche Bekanntschaften mit Menschen, die ihn beeindruckten. Zunehmend durchdringen die Themen Krankheit, Tod und Vergänglichkeit seine Texte.

 

Mühsam, Erich

Mühsam, Erich

Der deutsche Schriftsteller, Publizist und Antimilitarist wurde am 6. April 1878 in Berlin geboren, am 10. Juli 1934 wurde er im KZ Oranienburg ermordet. Er war politisch engagiert und beteiligte sich aktiv an der Ausrufung der Münchner Räterepublik; dafür wurde er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt, kam aber nach 5 Jahren Haft frei. Danach setzte er sich in der Roten Hilfe, einer Hilfsorganisation, die der KPD nahe stand, für die Freilassung politischer Gefangener ein.

Gleich in der Nacht des Reichstagsbrandes verhafteten die Nationalsozialisten Mühsam und verbrachten ihn ins KZ Oranienburg. Seine Ehefrau Zenzl Mühsam beschrieb die Leiche ihres Mannes nach der Übergabe:

„Der Sarg wurde geöffnet. Vor mir lag mein Mann. Das Gesicht war bleich, aber ganz, ganz ruhig. Ein Streifen am Hals zeigte mir die Spuren des Strickes. […] Mein Schwager Hans sagte: ‚Entschuldige, mein Bruder, ich bin ein alter Arzt‘, zog ihm das Hemd aus, der Rücken war vollkommen verprügelt, und getötet war er durch eine Giftinjektion und tot aufgehängt im Abort.“

Bildnachweis:

Porträt Mühsam, Erich Bundesarchiv, Bild 146-1981-003-08 / Unknown wikidata:Q4233718 / CC-BY-SA 3.0

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