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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Wilhelm Ostwald

Wilhelm Ostwald

Florian Russi

Wilhelm Ostwald  Foto: Wikipedia
Wilhelm Ostwald Foto: Wikipedia

Von weit her kam er nach Leipzig und blieb der Stadt und ihrer Umgebung treu bis an sein Lebensende. 1887 war Wilhelm Ostwald an die Leipziger Universität berufen worden. Neunzehn Jahre lehrte er dort Chemie und teilweise Philosophie. Unter seinen Studenten waren siebzig Chemiker, die später selbst zu Professoren wurden. Einer der bedeutendsten unter ihnen war Walther Nernst, der 1920 den Nobelpreis für Chemie erhielt.

Ostwald gilt als Mitbegründer der physikalischen Chemie.

1906 legte er sein Lehramt nieder und lebte und wirkte von da an von seinem Landsitz bei Großbothen nahe Leipzig aus als freier Wissenschaftler. Er engagierte sich vielfältig, philosophierte, publizierte, malte, unterstützte die Friedensbewegung von Berta von Suttner, entwickelte den Plan einer Weltbibliothek und trat dem „Deutschen Monistenbund" bei, der sich für ein wissenschaftlich begründetes Weltbild einsetzte. Ideengeschichtlich gehört er zu den Wegbereitern der heutigen weltweiten Informationsgesellschaft.

In dem Buch „Worauf wir stolz sein können" von Florian Russi*) ist Ostwald wie folgt dargestellt:

„Der in Riga geborene Chemiker und Philosoph Wilhelm Ostwald (1853 - 1932) war ein ungewöhnlich vielseitig begabter und gelehrter Mann. Er vertrat die Auffassung, dass eine gute Theorie bald auch zur Anwendung führen müsse und dass alles, was existiert,  früher oder später der Wissenschaft zugänglich wird. Er definierte die Materie als Erscheinungsform der Energie und die Energie als einzige Substanz.

Als wesentlichen Unterschied des Menschen zum Tier erkannte er dessen Fähigkeit, körperexterne Energie für andere als lebenserhaltende Prozesse nutzbar zu machen. Ostwald stellte die Rolle der Sonnenenergie als Grundlage des Lebens dar.

Er engagierte sich für den internationalen Austausch auf allen Wissensgebieten und trat für eine wissenschaftlich begründete Welthilfssprache ein. 1909 erhielt er den Nobelpreis für Chemie als Anerkennung für seine Forschungen und Entdeckungen über den Mechanismus der Katalyse und über chemische Gleichgewichtsverhältnisse und Reaktionsgeschwindigkeiten."

* Florian Russi: Worauf wir stolz sein können. Bertuch-Verlag. Weimar 2005 2. Auflage

 

 

 

 

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