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Auf der Suche nach Fips

Eine liebevoll illustrierte Vorlesegeschichte in mehreren Kapiteln für Kinder ab 5

Fips ist verschwunden. Wo kann ein kleiner Mäusejunge wohl verlorengegangen sein. Seine Freunde machen sich auf die Such nach ihm und erleben dabei eine Menge Abenteuer.

Prof. Dr. Volker Bigl - Verfechter der akademischen Selbstverwaltung

Prof. Dr. Volker Bigl - Verfechter der akademischen Selbstverwaltung

Ronny Arnold

Hirnforscher Prof. Dr. Volker Bigl gehörte zu den Vorreitem in der Erforschung der Alzheimer-Krankheit
Hirnforscher Prof. Dr. Volker Bigl gehörte zu den Vorreitem in der Erforschung der Alzheimer-Krankheit

Mit Reizthemen kannte er sich bestens aus. Schon 1979 ging es in Prof. Dr. Volker Bigls Habilitation um die Wirkung von Lichtreizen auf die Entwicklung synaptischer Mechanismen, ein komplexes Feld im Bereich der Hirnforschung. Mitte der 1960er Jahre schloss er sein Studium an der Universität Leipzig ab und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten auf diesem Gebiet zu einem renommierten und international anerkannten Mediziner. Im deutschsprachigen Raum war er einer der Ersten, der sich mit der Erforschung der Alzheimer-Krankheit beschäftigte. Schon damals erkannte er, welche Probleme diese Erkrankung in einer immer älter werdenden Gesellschaft mit sich bringen kann. Er sollte Recht behalten.

1992 übernahm Professor Volker Bigl den Lehrstuhl für Neurochemie, bereits ein Jahr später wurde er zum Direktor des Paul-Flechsig-Instituts für Hirnforschung berufen. Das Karrierekarussell in der Zeit nach der Friedlichen Revolution drehte sich schnell, auch bei Volker Bigl. 1995 erfolgte seine Wahl zum Dekan der Medizinischen Fakultät, schon zwei Jahre später wurde er zum Rektor der Universität Leipzig gewählt.

Sein Credo: Die Universität ist eine „Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden, eine Stätte der geistigen Auseinandersetzung mit den Fragen der Zeit". ln seinen Jahren als Rektor setzte er sich immer wieder dafür ein, dass die Fächervielfalt an der Universität Leipzig erhalten bleibt. Volker Bigl war ein Verfechter der Volluniversität, schon er kämpfte damals gegen Stellenstreichungen. „Es war für ihn immer eine Stärke, dass eine Uni alles in der Breite anbieten kann", erinnert sich sein Sohn Benjamin Bigl. Der arbeitet heute am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, hat selbst schon im Senat gesessen.

Das schlichte Grab auf dem Südfriedhof Leipzig. Foto: Archiv U. u. H. Drechsel
Das schlichte Grab auf dem Südfriedhof Leipzig. Foto: Archiv U. u. H. Drechsel

Kaum war Rektor Bigl im Amt, tauchte ein neues Reizthema am Horizont auf: der heiß diskutierte Wiederaufbau der Universitätskirche St. Pauli auf dem Gelände des Uni-Campus am Augustusplatz. Volker Bigl war dagegen, plädierte wie auch der Senat der Leipziger Universität für einen modernen Campus-Neubau, in dem zur Erinnerung an das gesprengte Gotteshaus lediglich eine „Pauliner-Aula" integriert sein sollte. Doch entgegen vorheriger Absprachen stimmte der Sächsische Landtag im Januar 2003 für einen Wiederaufbau. Daraufhin legte der Rektor sein Amt nieder, die Entscheidung der Politiker war für ihn eine beispiellose „Einmischung in die Selbstverwaltung der Universität", die von einem „katastrophalen Demokratieverständnis" zeuge. „Das hat ihn damals emotional sehr mitgenommen", sagt seine Frau Martina Bigl heute. Sie arbeitet am Institut für Biochemie. Der Rücktritt sei ihm nicht leicht gefallen, meint auch sein Sohn: „Das war für ihn damals eine persönliche Enttäuschung." Viele an der Universität seien traurig über den Schritt gewesen, er habe viel Zuspruch erhalten. „Viele haben diese Konsequenz bewundert", so Martina Bigl. Professor Franz Häuser, sein Nachfolger als Rektor, würdigte Volker Bigl später als einen „vorbildlichen und mutigen Streiter für die akademische Selbstverwaltung der Universität". Zurückhaltend und verbindlich sei er gewesen, zielstrebig und pflichtbewusst. Dem besonderen Amt des Rektors habe er so Würde und Glanz verliehen.

Volker Bigl verstarb am 24. März 2005.

Quelle

Lepziger Universitätsmagazin ALUMNI  1/2015 - Nachdruck gestattet.
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