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André Barz
Kennst du E.T.A. Hoffmann?

"Erlaubst du, geneigter Leser, ein Wort? Hättest du nicht Lust auf einen Tee oder eine heiße Schokolade? Vielleicht magst du aber auch lieber einen Punsch, so wie ich?"

Dieses Buch, versehen mit allerlei Bildern und Zeichnungen, macht es leicht E.T.A. Hoffmann kennenzulernen. Das Beste daran ist, der "erste Fantasy-Dichter" erzählt ganz persönlich sein Leben, davon, wie er eigentlich Musiker werden wollte und dann doch Schriftsteller geworden ist, obwohl ihn das nie interessiert hat, und von seinen Erfahrungen mit der Liebe. Nebenbei gibt er einige seiner Märchen und Erzählungen zum besten.

Verdrehte Daache

Verdrehte Daache

Lene Voigt

Es gibbt im Lähm verdrehte Daache,

Da hat mer nischt als Mih' un Blaache.

Gleih frieh beim Uffschtehn fängt das an,

Wie jeder sich besinn wohl gann.


Da geht beschtimmt äwas vergehrt,

Schon wemmer in de Schtrimbe fährt.

Dann reißt ä Bändchen, blatzt ä Gnobb

Un gullert fort im Hobbsgalobb.


Dr Gaffee schwäbbert ibern Rand,

Dr Läffel rutscht fräch aus dr Hand.

De Morchenzeitung schlaazt entzwee,

Verleecht is blätzlich 's Bordmonnee.


Gommt mr dann ausn Haus, o Schregg,

Saust de Elektrische grad weg.

Ä Windschtoß wärbelt fort dn Hut.

Mr saacht sich: Ei, dr Daach wärd gut!


Dann brillt mer laut sich sälbst ins Ohr:

Ich nähm mir heute gar nischt vor!

Denn was mer däte ooch beginn,

's ging schief un hätt gar geen Sinn.

Bildnachweis
Kopfbild: Frau mit orangefarbigen Strümpfen. Egon Schiele.

Bild im Text:

Gemälde von Aksel Waldemar Johannessen: Kräftiger Sturm, aus Wikimedia Commons, gemeinfrei.

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