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Christoph Werner
Um ewig einst zu leben

Roman

Um 1815 zwei Männer, beide Maler - der eine in London, der andere in Dresden; der eine weltoffen, der andere düster melancholisch. Es sind J. M. William Turner und Caspar David Friedrich. Der Roman spielt mit der Verbindung beider.

Auch als E-Book erhältlich 

Leibzcher Schärwelbärch-Schbuk

Leibzcher Schärwelbärch-Schbuk

Lene Voigt

Rosental, Aschenberg (Scherbelberg) mit Holz-Aussichtsturm um 1900.
Rosental, Aschenberg (Scherbelberg) mit Holz-Aussichtsturm um 1900.

Am Schärwelbärch* zur Geisterschtunde

Wälch ä Gerassel in dr Runde!

Das tobd un schlittert, gracht un glärrt.

Wie wenn dr Deifel Gätten zerrt.


Schon frieh belährde mich mei Vader:

Das sin de Bichsen drin im Grader.

Die gomm, wenn zwälf de Glogge schläächt,

Zum Danze ausn Bärch gefäächt.


Un weh dem Wandrer, där gerade

Voriebersoggt. Um dän is schade

Där läbt am nächsten Daach nich mähr,

Gabuttgehaun vom Schärwelhäär.


Bruch – bochtn änne Hummerdose

´ne Beile an dn Gobb, ´ne große,

Un änne Därragoddavase

Zerschmeißtn greilich seine Nase.


Um seine Ärme, seine Hände

Da schlingt sich Wärtschaftsgeechenstände.

Reibeisen, rostzerfrässne Siebe,

Die wärbeln rum zum Angriffshiebe.


Sogar zerschlissne alde Schärme

Born sich däm Wandrer ins Gedärme.

Drum nachts den Bärch dr Genner,

Un ringsum schläft gee eenzcher Benner.

* In den Jahren 1887 bis 1896 wurden hier 120.000 m³ (60.000 Pferdefuhren) Hausmüll zum 20 m hohen Rosentalhügel, genannt„Scherbelberg“ aufgeschüttet.

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