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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Das Fregehaus

Das Fregehaus

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Fregehaus   Foto: W. Brekle
Fregehaus Foto: W. Brekle

Das Fregehaus in der Katherinenstraße 11  erwarb der Bankier Christian Gottlob Frege 1783
und trägt heute noch seinen Namen.

Auch  Johann Wolfgang von Goethe  hatte ein Bankkonto beim Bankhaus Frege, auf das er, geschäftstüchtig wie er war,  penibel achtete. Und es gab andere prominente Kunden: Friedrich Bertuch, Gottfried Herder, die Gebrüder Humboldt und die preußischen  Staatsminister Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein und Karl August von Hardenberg.

Steinbild   Foto: W. Brekle
Steinbild Foto: W. Brekle

Der auf das 16. Jahrhundert zurückgehende Handelshof in der Nähe des Marktes, erbaut im Renaissancestil, wurde  1706/07 von Gregor Fuchs umgebaut. Er zeigt heute eine reich gegliederte Fassade mit dem Mittelerker und das hohe Satteldach mit vier Reihen von Dachgauben. Im geschlossenen Hof hängt links oben ein Steinbild mit drei Halbfiguren. Als vom Vorgängerbau erhaltenes Architekturdetail verdient dieses Dokument aus der Reformationszeit besondere Beachtung. Es ist mit 1535 datiert und zeigt einen Papst, einen Kaiser und einen unter ihnen liegenden Mönch. Könnte das ein Spottrelief auf Martin Luther sein?  Zu dieser Zeit hatte sich die Reformation in Sachsen noch nicht überall durchgesetzt.

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