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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Anekdoten zu Richard Wagner

Anekdoten zu Richard Wagner

1848 schrieb sich Richard Wagner selbst zum Geburtstag folgenden Glückwunsch, den wir zum 204. Geburtstag am 22. Mai 2017 zitieren:

„Im wunderschönen Monat Mai

Kroch Richard Wagner aus dem Ei.

Ihm wünschen, die zumeist ihn lieben,

Er wäre besser drin geblieben.“

Im Frühling 1864 komponierte Wagner „Die Meistersinger von Nürnberg“, eine Oper die bis heute weltweit auf den meisten Spielplänen steht. Er entwarf zeitgleich folgende Grabinschrift für sich:

„Hier liegt Richard Wagner, der nichts geworden,

nicht einmal Ritter vom lumpigen Orden,

nicht einen Hund hinter’m Ofen entlockt’ er,

Universitäten nicht ’mal ’nen Dokter . . .“


Vanity Fair, London 1877; hier nach: Ernst Kreowski, Eduard Fuchs (Hg.). Richard Wagner in der Karikatur. Behr, Berlin 1907
Vanity Fair, London 1877; hier nach: Ernst Kreowski, Eduard Fuchs (Hg.). Richard Wagner in der Karikatur. Behr, Berlin 1907

Ein italienischer Musiker fragte Wagner, welches Werk er für sein Bestes halte. Ohne zu zögern antwortete der Komponist:

„Natürlich den Philadelphia-Marsch!“

Der Italiener war verblüfft. Wagner erläuterte:

„Hat er mir nicht mehr Geld eingebracht als irgend ein anderes Stück?“


Richard Wagner war selbstbewusst und kannte seine Bedeutung; als Beleg zitieren wir weiter den großen Komponisten:

„Wer als Meister ward geboren, der hat unter Meistern den schlimmsten Stand.“

„Es ist nicht wichtig, ob der Mensch vom Affen abstammt; viel wichtiger ist, dass er nicht wieder dorthin zurückkehrt.“

„Mit dem Wort ‚Freude‘ ruft Beethoven den Menschen zu: ‚Seid umschlungen Millionen! Diesen Kuss der ganzen Welt!‘ Und dieses Wort wird die Sprache des Kunstwerkes der Zukunft sein,“

Die Anekdoten wurden aus alten Quellen gesammelt von Ursula Brekle.

Bildnachweis

Foto Apfelblüte: Ursula Brekle

Alle anderen Abb. sind Wikimedia Commons entnommen, sie sind gemeinfrei.

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