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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Kunstwerke erstrahlen im neuen Glanz

Kunstwerke erstrahlen im neuen Glanz

Nina Vogt

Restaurierte Epitaphien im Paulinum

Rund 30 wertvolle Epitaphien sind im Jahr 2016 in das Paulinum (Aula/Universitätskirche St. Pauli) zurückgekehrt. Seit 2002 wurden die aus der Universitätskirche St. Pauli geretteten Gedächtnismale unter Regie der Kustodie der Universität Leipzig aufwändig restauriert.

Die Epitaphe im Paulinum. (1)
Die Epitaphe im Paulinum. (1)


Das Epitaph-Projekt ist das bisher umfangreichste und bedeutendste Vorhaben in der Geschichte der Kustodie. Die Epitaphien entstanden zwischen 1547 und 1770 zum Gedenken an bedeutende Persönlichkeiten 7 vornehmlich Universitätsprofessoren und Rektoren — im Auftrag ihrer Nachfahren und sind aufwändig in Stein, Holz und Metall gearbeitet. Nach jahrzehntelanger Einlagerung der Epitaphien in improvisierten Depots hatten die Kunstwerke weitreichende Schäden erlitten. 2002 nahm die Universität Leipzig ihre Wiederherstellung in Angriff, die rund zehn Jahre in Anspruch nahm.

Insgesamt 21 große Epitaphien haben nun im Andachtsbereich im Paulinum an Hängeflächen zwischen den Pfeilern ihren Platz gefunden. Die größten Kunstwerke weisen eine Höhe von sechs Metern und eine Breite von vier Metern auf. Zusätzlich wurden um die Monumentalwerke herum kleinere Werke angebracht. Moderne Metallkonstruktionen des Künstlers Thomas Leu ergänzen sichtbar die fehlenden Epitaph—Teile. Eine ausführliche Dokumentation des Restaurationsprojekts ist in der Kustodie-Broschüre „Restauro. Epitaphien der Universitätskirche St. Pauli“ nachzulesen.

Gemeinsam engagiert für die Epitaphien (v.l.) Dr. Harald Langenfeld - Sparkasse Leipzig, Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking, Kustos Prof. Dr. Rudolf Hiller von Gaertringen und Siegfried Bülow - Porsche Leipzig GmbH.(2)
Gemeinsam engagiert für die Epitaphien (v.l.) Dr. Harald Langenfeld - Sparkasse Leipzig, Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking, Kustos Prof. Dr. Rudolf Hiller von Gaertringen und Siegfried Bülow - Porsche Leipzig GmbH.(2)


Mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz warb die Universität Leipzig für die Restaurierung der Epitaphien fast 800.000 Euro an Spenden ein. Hauptförderer des Projekts sind die Dr. Ing. h. c. Ferdinand Porsche AG und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig.

Das Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli wird 2017 eröffnet. Auch die restaurierten Epitaphien können dann von Besuchern besichtigt werden.

30 valuable epitaphs were returned to the Paulinum on the Augustusplotz in 2016. Since 2002 the gravestones which were recovered from the University Church of St. Paul have undergone extensive restoration under the direction of the department responsible for the art collection at Leipzig University.

Quelle

Universität Leipzig Alumni - 2017. Das Leipziger Universitätsmagazin. Nachdruck erlaubt.

Bildnachweis

Foto 1: Marion Wenzel

Foto 2: Swen Reichhold

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