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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019


Trinklied

Trinklied

Theodor Körner

Rotwein
Rotwein

Kommt, Brüder, trinket froh mit mir!

Seht, wie die Becher schäumen!

Bei vollen Gläsern wollen wir

Ein Stündchen schön verträumen.

Das Auge flammt, die Wange glüht,

In kühnen Tönen rauscht das Lied.

Schon wirkt der Götterwein.

Schenkt ein!

Doch was auch tief im Herzen wacht,
Das will ich jetzt begrüßen.
Dem Liebchen sei dies Glas gebracht,
Der Einzigen, der Süßen!
Das höchste Glück für Menschenbrust,
Das ist der Liebe Götterlust;
Sie trägt euch himmelan.
Stoßt an!

Ein Herz, im Kampf und Streit bewährt
Bei strengem Schicksalswalten,
Ein freies Herz ist Goldes wert,
Das müßt ihr fest erhalten.
Vergänglich ist des Lebens Glück.
Drum pflückt in jedem Augenblick
Euch einen frischen Strauß!
Trinkt aus!

Jetzt sind die Gläser alle leer;
Füllt sie noch einmal wieder!
Es wogt im Herzen hoch und hehr;
Ja, wir sind alle Brüder,
Von einer Flamme angefacht!
Dem deutschen Volke sei's gebracht,
Auf daß es glücklich sei
Und frei!

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