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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Heym, Georg

Heym, Georg

Georg Heym via Wikimedia, gemeinfrei
Georg Heym via Wikimedia, gemeinfrei

Georg Heym war einer der talentiertesten, vielleicht sogar der begabteste Dichter der expressionistischen Generation. Er starb im Januar 1912, erst 24 Jahre alt, hinterließ aber ein Werk von enormem Umfang. 2.000 Seiten Lyrik, Dramatik, Prosa und Tagebuchaufzeichnungen umfasst die Gesamtausgabe seiner Arbeiten, die in den sechziger Jahren erschien. Zeitgenossen wie auch Spätere rühmten ihn als Genie von seltener Größe. Einer seiner Freunde, der später als Philosoph in England und den USA Karriere machte, meinte später, selbst in Gesprächen mit Albert Einstein, Thomas Mann und Sigmund Freud habe er nie das Gefühl gehabt, „einer so unmittelbaren geistigen Naturkraft gegenüberzustehen" wie bei Georg Heym. Und der Kritiker Marcel Reich-Ranicki, der für das Anlegen unbarmherziger Maßstäbe bekannt ist, urteilte, Heym wäre vielleicht einer der größten deutschen Dichter geworden, jedenfalls des 20.Jahrhunderts. In der Tat haben Gedichte wie „Der Krieg" oder „Der Gott der Stadt", die die unheilgeladene Atmosphäre jener Jahre vor dem Ersten Weltkrieg in apokalyptischen Bildern einfangen, seine Zeitgenossen wie kaum etwas anderes erschüttert.

Der Tod ereilte den Vierundzwanzigjährigen unter dem Eis des Wannsees bei einem Schlittschuh-Ausflug, den er zusammen mit einem Freund unternommen hatte. Dieser Freund war in ein Loch geraten, das man für das Wassergeflügel in die Eisdecke geschlagen hatte - Georg Heym ertrank bei dem Versuch, ihn zu retten.

Der Ruhm, den er so ersehnt hatte, erreichte erst den Toten, und er währt bis in unsere Zeit. Stephan Hermlin schrieb über Heyms Gedichte: „Keiner, der diese Strophen gelesen hatte, konnte sie ganz vergessen. Keine Anthologie, die Anspruch auf Gültigkeit erhob, kam ohne sie aus."

Vergleiche dazu: http://www.leipzig-lese.de/index.php?article_id=189
Artikel von Prof. Dr. sc. Friedrich Albrecht  Georg Heym und Leipzig

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