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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019


Geschmackssache

Geschmackssache

Edwin (Pseudonym: Bliemchen) Bormann

Tritonen und Najadenbrunnen in Wien. Foto: GuentherZ via Wikimedia.
Tritonen und Najadenbrunnen in Wien. Foto: GuentherZ via Wikimedia.

 

Horcht zu: zwee rodhe dicke Kimmelbrieder

Die plätschern plump in Schwimmbad uf un nieder,

Un um se her mit kreideweißen Leiwern

Wälst sich ä Heer von halbberauschden Weiwern.

Das johIt un kreischt un quiekst un - ohne Zweifel

Hier, liewer Leser, rufst du aus:

 

»Fui Deifel!«

 

Ja jaa; jedoch, die Zene is gemalt

Un is mit dreißigdausend Mark bezahlt.

Die Herrschafden, die da zesammen baden,

Die nennt de Kunst Tridonen un Najaden;

Un kiehn den Klemmer uf de Nase drickend

Steht Frau von X. dervor un seifzt:

 

» Enzickend ! «

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