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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Bormann,  Edwin (Pseudonym: Bliemchen)

Bormann, Edwin (Pseudonym: Bliemchen)

Mundart- und Liederdichter, Naturwissenschaftler, Literaturhistoriker
* 14.4.1851 Leipzig, † 3.5.1912 Leipzig

 

B. wurde durch seine satirischen Schriften bekannt, die er häufig in der Leipziger Mundart verfasste. Aus seinem Buch, das er zusammen mit Adolf Oberländer herausbrachte, „Ein jedes Thierchen hat sein Pläsirchen", stammt das Sprichwort: „Jedem Tierchen sein Pläsierchen".

B. stammt wie seine Familie aus Thüringen. Diese Familie gründete den „Thüringer Hof" in Leipzig. B. studierte Naturwissenschaften, Kunstgeschichte, Germanistik sowie Philosophie an den Universitäten Leipzig und Bonn, ließ sich als Schriftsteller in Leipzig nieder und publizierte seine Schriften in einem eigenen Verlag. Er war sehr vielseitig, neben Kinder- und Jugendliteratur schrieb er Operntexte, Komödien, Humoresken und Lustspiele. Zudem forschte er zur Stadtgeschichte von Leipzig. Berühmt in ganz Deutschland wurde sein Büchlein „Mei Leibzig low' ich mir!"

International erregte er als Vertreter der Shakespeare-Bacon-Theorie Aufmerksamkeit. Er war im kulturellen Leben eng vernetzt, korrospondierte u. a. mit Anton Kippenberg, Paul Heyse und Theodor Fontane, gehörte auch den ungezwungenen Künstler- bzw. Gelehrtenvereinigungen „Stalaktiten" und „Leoniden" an. Eng befreundet war er mit Georg Bötticher.