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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Alles Bach

Alles Bach

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Nach einer Lithographie von Heinrich Winter.
Nach einer Lithographie von Heinrich Winter.

Am 13.06.2014 ist das Bachfest in Leipzig mit einem großen Konzert in der Thomaskirche unter Leitung von Gotthold Schwarz eröffnet worden. Dieser Auftakt führte Werke von Vater und Sohn auf; unter Mitwirkung des Thoamnerchores, des kanadischen Tafelmusik Orchestras und eines ebenbürtigem Solisten - Ensemles. In seiner Eröffnungsansprache übte sich der Oberbürgermeister Leipzigs Burkhard Jung in später Reue: „ Die Bachs hatten es schwer in Leipzig...Der Vater war zweite Wahl, und Carl Philipp Emanuel hat sich sogar zweimal um das Thomaskantorat beworben - vergeblich." Die Stadt Leipzig lehnte ab. Aber beides ist lange her. Das Bachfest 2014 widmet sich Carl Philipp Emanuel Bach, unter Musikliebhabern abgekürzt C. P. E. Er wurde am 8. März 1714 als zweitältester Sohn von Johann Sebastian Bach in Weimar geboren. Ein Taufpate war Georg Philipp Telemann (1681-1767). Ihm verdankt er seinen zweiten Vornamen. 1723 ging die Familie Bach nach Leipzig. Im gleichen Jahr wurde C. P. E. Schüler der Thomasschule. Später war C. P. E. in seiner Zeit der berühmtere Bach. Er ebnete den Weg in der Musik vom Spätbarock über die Klassik zur Romantik und war Anreger und Vorbild für Mozart und Haydn.

 Sir John Eliot Gardiner, seit Januar 2014 Präsident des Bach-Archivs in Leipzig, hofft und wüncht, „dass das Bachfest dazu beiträgt, diesem Komponisten im Jahr seines 300. Geburtstags bei Wissenschaftlern, Musikern und beim Publikum endlich zu angemessener Würdigung, zu der Wertschätzung zu verhelfen, die er verdient. Das Programm jedenfalls ist sehr klug zusammengestellt." Das Motto des Bachfestes lautet „Die wahre Art"; es bezieht sich auf C. P. E.' großartigen „Versuch über die wahre Art, Clavier zu spielen".
Thoamskirche -- Ausschnitt. Foto: W. Brekle.
Thoamskirche -- Ausschnitt. Foto: W. Brekle.

Wer nach Beweisen sucht, dass es mindestens zwei Giganten mit dem Namen Bach gab, sollte das reiche Angebot des Programms in neun Tagen bis zum 22. Juni 2014 nutzen:

Konzerte, ein dreitägiges Open-Air-Voksfest auf dem Alten Marktplatz, Gottesdienste, Vorträge und Orgelfahrten an historischen Orten. Gestaltet werden diese Festivitäten von Interpreten und Akteuren in namhafter Besetzung.

Der Kulturbürgermeister Leipzigs, Michael Faber, brachte eine Botschaft vom erkrankten Thoamskantor Christoph Biller ein, mit dem er telefoniert hatte: „Er ist mitten in der Krankheit, hofft aber, dass er zu Beginn des Schuljahres wieder da ist...Er übersendet allen Beteiligten und dem Publikum des Bachfestes seine besten Wünsche."

http://www.bachfestleipzig.de/de/bachfest

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