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Christoph Werner
Um ewig einst zu leben

Roman

Um 1815 zwei Männer, beide Maler - der eine in London, der andere in Dresden; der eine weltoffen, der andere düster melancholisch. Es sind J. M. William Turner und Caspar David Friedrich. Der Roman spielt mit der Verbindung beider.

Auch als E-Book erhältlich 

Fuge von Bach

Fuge von Bach

Yvan Goll

Barlach "Schwebender Engel", Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-J0724-0301-004 / CC-BY-SA
Barlach "Schwebender Engel", Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-J0724-0301-004 / CC-BY-SA

 

Engel, ihr steiget
Menschen, ihr fallet
Nach eines Schicksals gesetzlichem Spiel!

Kräfte des Mittags
Schlafe der Mitternacht
Einen verneinend
Allen Gedeihens verheimlichtes Ziel!

Warm und Kalt
Brauen des Sturmes erzürnte Gewalt
Bauen der Welle Tempel und Grab.

Weib das Gehöhlte
Mann der Erhöhte
Ewig im Streite des Jas und des Neins
Gebens und Wehrens
Jauchzens und Weinens
Steilen ereilen sich
Endlich im übergeschlechtlichen Sohne!

Berge, erwidert den Ruf von den Meeren!
Wolke, erfüllet die Seen, die leeren!
Du abe, marmorne Säule, du finde
In einer Winde
Deine reine, sichere Krone!

Engel, ihr steiget!

Während ich die langgehaßte
Erdentreppe niedertaste!

 

Diese Gedicht ist erschienen in  "Begegnungen mit Bach", Hg. Franziska Paul, Evangelische Verlagsanstalt Leipzig 2004. Mit  freundliche Genehmigung der Evangelischen Verlagsanstalt, Dr. Annette Weidhas.

 

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