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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Hotel Fürstenhof Leipzig

Hotel Fürstenhof Leipzig

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Königin Silvia von Schweden. Liz. Agencia Brasil. Foto: R.Stuckert
Königin Silvia von Schweden. Liz. Agencia Brasil. Foto: R.Stuckert

Nomen est omen: Königin Silvia von Schweden verlieh am 14. Juni 2009 nicht nur dem Mendelssohn-Haus in Leipzig Glanz: dort fand ein exklusives Benefiz-Konzert mit handverlesenen Gästen statt, die tief ins Portemonnaie greifen mussten, denn der Erlös fließt in den Ankauf einer vollständigen Erstdruck-Sammlung; die Königin verströmte diesen Glanz auch auf ihre Herberge, eben auf den „Fürstenhof".

Das Hotel war bereits ab 1913 viele Jahrzehnte ein beliebtes Hotel für Leipzig-Besucher  aus allen Ländern der Erde. Zu den Gästen gehörten  namhafte Künstler, unter  anderem Lil Dagover, Brigitte Horney, Hans Albers, Henny Porten, Marlene Dietrich, Luis Trenker, Emil Jannings und der Sänger Leo Slezak.

Hotel "Fürstenhof"   Foto: W. Brekle
Hotel "Fürstenhof" Foto: W. Brekle

Eberhard Heinrich Löhr (1725 - 1798), Bankier und Ratsherr, ließ vom Architekten J.C.F. Dauthe 1770/1771 ein klassizistisches Gebäude „Löhrs Haus" errichten. Dazu gehörte an der Nordseite ein prächtiger Garten im englischen Stil. Nachdem die Erben das Haus verkauft hatten, wechselten die Besitzer, die verschiedene Umbauten veranlassten. Bereits im Jahre 1890 war es als Hotel eröffnet worden. Sein heutiges Aussehen erhielt das Hotel durch den  kompletten Um- und Ausbau von 1911 bis 1913.  Der große Speisesaal mit seinen Wanddekorationen aus Zöblitzer Serpentin, ein wertvolles Gestein aus dem Erzgebirge, wurde aus dem 1. Stock ins Erdgeschoß eingebaut und ergänzt.  Mit Pilastern, Akroterien, einem Prunkkamin mit Spiegelaufsatz und anderen interessanten Details verfügt er noch heute über eine festliche Ausstrahlung.

Das Hotel gehört heute zu den Starwood  Hotels & Resorts Worldwide.