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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Die Neue Messe

Die Neue Messe

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Messe um 1800 auf dem Marktplatz
Messe um 1800 auf dem Marktplatz

Die hervorragend gute Lage an der Kreuzung zweier großer Handelsstraßen  war die Voraussetzung, dass sich Leipzig zu einem bedeutenden Handelplatz in Europa entwickeln konnte. Hier kreuzten sich die Via Regia, die vom Rheinland nach Osteuropa führte, und die Via imperii, die von Italien zur Ostsee führte. Bereits 1165 verlieh Otto der Reiche von Meißen das Stadt- und Marktrecht und 1190 bestätigte er die Oster- und Michaelismärkte in Leipzig. Für die Entwicklung des Fernhandels war von größter Bedeutung die Verleihung des Geleitschutzprivilegs durch Dietrich von Landsberg im Jahre 1268. Damit hatten die Herrscher die Weichen für eine kontinuierliche Entwicklung über Jahrhunderte zum bedeutendsten Messeplatz in Europa geschaffen.

So fand 1895 die erste Warenmesse weltweit als Mustermesse statt. Hier präsentierte man die Muster der Waren, um auf dieser Grundlage Handelsverträge zu schließen. Das weltbekannte Logo der Mustermesse mit den zwei übereinander gestellten Buchstaben M stammt aus dem Jahre 1917.

Noch auf dem Gelände der Alten Messe fanden zur DDR-Zeit Frühjahrs- und Herbstmessen statt, die entscheidend vom Ost-West-Handel profitierten.

Neue Messe bei Nacht
Neue Messe bei Nacht
Ab 1990 musste die Messe sich völlig veränderten Bedingungen stellen und eine große Umstellung vollziehen. Inhaltlich konnten nur Fachmessen an die Tradition anknüpfen. Dafür waren die Messehäuser in der Stadt und  auf dem Gelände der Alten Messe nicht mehr  geeignet.

Deshalb wurden am nördlichen Stadtrand  die Gebäude und Anlagen für die Neue Messe gebaut. 1996 konnte die Neue Messe eröffnet werden. Die neue Glashalle ist europaweit eine einzigartige Baukonstruktion aus Stahl und Glas. Der neue Gebäudekomplex bildet das Bindeglied zwischen der sachlichen Architektur der neuen Ausstellungshallen und der alten Messestadt Leipzig, die viele ihrer historischen Messehäuser unter Denkmalschutz gestellt hat.

Eine der bekanntesten Fachmessen findet jeweils im März des Jahres als Buchmesse statt.

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